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Neuburg: Corona-Krise: So wollen Stadträte die Kultur in Neuburg fördern

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Corona-Krise: So wollen Stadträte die Kultur in Neuburg fördern

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    Hier könnten bald Online-Übertragungen möglich sein: Stadttheater Neuburg.
    Hier könnten bald Online-Übertragungen möglich sein: Stadttheater Neuburg. Foto: Elisa-Madeleine Glöckner (Symbolfoto)

    Geschlossene Bühnen, Kinos und Konzertsäle, verwaiste Museen, Kunsthallen und Clubs. Die Kulturbranche ist betrübt – und zwar zum zweiten Mal in diesem Jahr. Wie soll es nach dem Lockdown weitergehen? Welche Perspektiven haben Künstler, Schauspieler und Musiker in Neuburg für die nächsten Tage, Wochen und Monate?

    Teil-Lockdown und Corona-Krise: Der Kulturbetrieb in Neuburg liegt brach

    Ein Zustand der Unsicherheit, den die Neuburger Kulturreferentin und CSU-Politikerin Gabriele Kaps nicht einfach so akzeptieren möchte. Mit zwei Anträgen an den Stadtrat – einer davon parteiübergreifend – möchte sie Betroffenen ihre Unterstützung zusagen. „Die letzten Monate haben uns allen eindringlich die Bedeutung von Kunst und Kultur für unsere Gesellschaft vor Augen geführt“, schreibt Gabriel Kaps in einem ersten Antrag, der inhaltlich an einen früheren erinnert. Die Kultur- und Kreativwirtschaft sei ein sehr wichtiger Wirtschaftszweig und „eindeutig als systemrelevant“ einzustufen, heißt es weiter.

    Sie unterstützt kulturelle Belange in Neuburg: Gabriele Kaps.
    Sie unterstützt kulturelle Belange in Neuburg: Gabriele Kaps. Foto: Elisa-Madeleine Glöckner (Archiv)

    Die Stadträtin fordert das Gremium daher auf, in seiner nächsten Sitzung weitere Förderungen zu bewilligen. Demnach soll die Stadt Neuburger Kulturschaffenden während des Winters geeignete Auftrittsorte mietkostenfrei bereitstellen, in denen – den jeweils gültigen Beschränkungen nach dem Infektionsschutzgesetz entsprechend – kulturelle Veranstaltungen stattfinden können. Wobei jeder Kulturschaffende als Veranstalter auftritt und dazu verpflichtet ist, dem Kulturamt ein Hygienekonzept vorzulegen. Außerdem sollen Vereine und Gruppierungen aus dem Kulturbereich mit Sitz oder Tätigkeitsschwerpunkt in Neuburg eine einmalige finanzielle Hilfe von 500 Euro beantragen können. Im Gegenzug verpflichten sie sich zu einem Konzert, beispielsweise im Altenheim, oder zu einem Auftritt bei „WortKlangBild“ im Jahr 2021.

    In einem weiteren Antrag, der Thema in der Dezembersitzung des Stadtrats sein soll, will die Kulturreferentin zusammen mit Franziska Hildebrandt von WIND und Gerhard Schoder von den Neuburger Grünen Kulturveranstaltungen, die zum Beispiel im Stadttheater auf die Bühne kommen, online übertragen. Für diese Live-Streams – so steht es in dem Schreiben – wäre ein einfaches Setup zu installieren sowie die Tontechnik, die bereits auf der Bühne existiert, zu nutzen.

    Online-Übertragung aus dem Stadttheater Neuburg soll möglich werden

    Die Tickets sollen über ein Online-Portal verkauft werden, wobei die Zuschauer die Theaterstücke mithilfe eines Links genießen könnten, „unabhängig davon, ob sie sich in häuslicher Quarantäne befinden oder ob sie aufgrund von Bedenken wegen einer möglichen Infektion nicht live im Theater sitzen wollen“.

    Sollte sich dieses Prinzip der Online-Übertragung bewähren, könnte es auch bei anderen Kulturveranstaltungen eingesetzt werden. Denn: „Sie wirkt der Vereinsamung der Menschen durch die Einschränkungen entgegen, ohne das Risiko einer Ansteckung einzugehen.“

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