Startseite
Icon Pfeil nach unten
Neuburg
Icon Pfeil nach unten
Neuburg
Icon Pfeil nach unten

Neuburg: Im Bus „kennen und lieben gelernt“

Neuburg

Im Bus „kennen und lieben gelernt“

  • |
  • |
  • |
    Edith und Konrad Wirth feiern heute die Eiserne Hochzeit. Kennengelernt haben sie sich auf einer Busfahrt vor über 65 Jahren.
    Edith und Konrad Wirth feiern heute die Eiserne Hochzeit. Kennengelernt haben sie sich auf einer Busfahrt vor über 65 Jahren. Foto: Johannes Bahr

    Die Rosen-, Silberne oder Goldene Hochzeit markiert jeweils einen Lebensabschnitt, der mit dem Ehepartner an der Seite verbracht wurde. Eine so lange Zeit miteinander verbunden zu sein, ist keine Selbstverständlichkeit. Das Ehepaar Edith und Konrad Wirth aus Neuburg feiert heute seinen 65. Hochzeitstag, die Eiserne Hochzeit.

    Zusammen mit Tochter Gabriele, den Enkelkindern Nico und Oliver sowie der Urenkelin Rosalie wird der Tag im Hotel „Zum Klosterbräu“ in Bergen gefeiert. Mit dem Dorf verbindet vor allem Edith Wirth viel, ist sie doch zusammen mit ihrer Mutter 1945 als Flüchtling aus Oberschlesien ins damalige Baring gekommen. Die Region war das Ziel, da ihr Vater in der Neuburger Kaserne stationiert war. Nach dem Krieg machte sie eine Ausbildung im ehemaligen Stoffhaus Wüst, mehr als 20 Jahre arbeitete sie als Sprechstundenhilfe für den Frauenarzt Dr. Kopf.

    Wie sie ihren Ehemann zum ersten Mal getroffen hat, könnte als Zufall beschrieben werden. Es war eine Busfahrt, auf der sie sich „kennen und lieben gelernt haben“, wie Edith Wirth erzählt. „Ich war mit dem Omnibus auf dem Weg nach Adelschlag und dann saß er da hinten drinnen“, sagt sie und blickt zu ihrem Mann.

    Die Hobbies von Edith und Konrad Wirth

    Der gebürtige Neuburger machte nach dem Krieg eine Lehre zum Bäcker, entschloss sich dann aber gegen den Beruf. Bis zu seiner Pension 1990 arbeitete er für die Deutsche Bahn, erst an den Gleisen, dann im Büro. Unter anderem auch, „weil ihr Vater meinte, ich soll einen richtigen Beruf lernen“, merkt der Jubilar schmunzelnd an.

    In den 65 Jahren, die sie bis jetzt miteinander verbrachten, waren das Reisen und der Garten wichtige Teile ihres Lebens. Egal ob Norddeutschland, Italien oder die Kanaren, das Ehepaar wollte immer die Welt sehen. Im Sommer waren sie auf Reisen, im Winter ging es zum Skifahren. Inzwischen fahren sie wegen des Alters nicht mehr in die Ferne, die Arbeit im seit 60 Jahren gepachteten Garten erfüllt die beiden aber bis heute noch.

    Frisch verheirateten Paaren empfiehlt Edith Wirth: „Man muss nicht immer einer Meinung sein, beide Seiten sollen Entscheidungen treffen dürfen. Wichtig ist dabei immer nur eines, Toleranz.“ So schafft man es auch zu mehr als der Rosen-, Silbernen oder Goldenen Hochzeit.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden