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Neuburg
14.10.2021

Sanierung abgeschlossen: Das Neuburger Schloss hat jetzt modernste Technik

Endlich öffnen sich die Pforten des Neuburger Schlosses wieder. Nach mehrmonatigen Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten an dem historischen Gebäude können Veranstaltungen im Schloss wieder stattfinden.
Foto: Elisa Glöckner (Archiv)

Die Baumaßnahmen am Neuburger Schloss sind abgeschlossen. Veranstaltungsräume und Schlosskapelle sind wieder in Betrieb. Ab November öffnet auch das Museum in Schloss.

Es war eine bedeutungsvolle Schließung, die sich in den vergangenen Monaten auf die Neuburger Altstadt ausgewirkt hat. Seit einem Jahr war das große Tor des Neuburger Schlosses abgeriegelt, das Stadtmuseum geschlossen und Veranstaltungen konnten nicht stattfinden. Nun sind die Sanierungsmaßnahmen an dem historischen Wahrzeichen der Stadt Neuburg abgeschlossen.

Moderne Sicherheits- und Brandmeldetechnik: Baumaßnahmen am Schloss Neuburg abgeschlossen

„Die Baumaßnahmen in Schloss Neuburg sind abgeschlossen. Das berühmte Renaissanceschloss hat nun modernste Sicherheits- und Brandmeldetechnik unter seinem historischen Gewand. Damit sind die wertvolle Bausubstanz und die bedeutenden und kostbaren Exponate bestmöglich geschützt. Ab sofort sind daher wieder Veranstaltungen in Schloss Neuburg an der Donau möglich. Für den Museumsbesuch öffnet das Schloss im November seine Türen. Der Freistaat hat in die seit 2020 laufenden Baumaßnahmen rund 3,6 Millionen Euro investiert“, freut sich Finanz- und Heimatminister Albert Füracker anlässlich des Abschlusses der Maßnahmen zur Erneuerung der Brand-, der Einbruchmelde- sowie der Videoüberwachungsanlage.

„Das Warten hat sich gelohnt: Ich bin froh und erleichtert zugleich, dass das Wahrzeichen unserer Stadt nunmehr wieder einem breiten Publikum offensteht“, erklärt Neuburgs Oberbürgermeister Bernhard Gmehling. „Endlich können wieder Trauungen und andere Veranstaltungen im Schloss durchgeführt werden. Ich wünsche mir viele Besucherinnen und Besucher für dieses einmalige historische Juwel unserer Haupt- und Residenzstadt des Fürstentums Pfalz Neuburg.“

Unter der Leitung des Staatlichen Bauamts Ingolstadt wurden die Sicherheitstechnik, die Brandmeldung und die Einbruchmeldung im Schloss umfassend erneuert. Dabei wurden die neuen Leitungen nach Möglichkeit im Bereich vorhandener Schlitze verlegt. So konnte die denkmalgeschützte Bausubstanz bestmöglich geschont werden. Die Erneuerungen sind lediglich an wenigen Stellen, etwa bei den Überwachungskameras oder den Rauchmeldern, sichtbar. Im Südflügel wurde in einem Raum die Decke in ihrer Brandwiderstandsdauer ertüchtigt. Ferner wurden einige Brandschutztüren ausgetauscht und Löschwassersteigleitungen erneuert.

Die Museumsräume der Bayerischen Schlösserverwaltung und die Staatsgalerie Flämische Barockmalerei der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen können im November wieder besichtigt werden. Da die Archäologische Staatssammlung eine Neukonzeption ihres Zweigmuseums plant, wird dieser Trakt bis auf Weiteres geschlossen bleiben.

Residenzschloss in Neuburg wird wiedereröffnet: Schlossführer der Bayerischen Schlösserverwaltung

Pünktlich zur Wiederöffnung erscheint ein überarbeiteter Schlossführer, der im Online-Shop der Bayerischen Schlösserverwaltung sowie im Museumsladen von Schloss Neuburg erhältlich ist. Das kompakte Handbuch stellt das historische Wahrzeichen Neuburgs sachkundig und nach dem neuesten Forschungsstand vor. Eindrucksvolles Bildmaterial, Grundrisse und eine Chronik erschließen das bedeutende Renaissanceschloss. Zusätzlich erscheint eine neu verfasste englische Kurzversion.

Das Neuburger Schloss wird von der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen betreut. Pfalzgraf Ottheinrich (1502-1559) ließ das mächtige Renaissanceschloss als Residenz des 1505 aus den Erbstreitigkeiten zwischen den pfälzischen und bayerischen Wittelsbachern hervorgegangenen Fürstentums Pfalz-Neuburg errichten. Einzigartig an dem Gebäude sind die in Sgraffitotechnik dekorierte Hoffassade und die von Hans Bocksberger 1543 ausgemalte Schlosskapelle, der früheste protestantische Kirchenraum Deutschlands. (nr)

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