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Neuburg: Stadträte nehmen Abschied von Josef Götzenberger

Neuburg

Stadträte nehmen Abschied von Josef Götzenberger

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    Ein großes Portraitbild vor dem Altar der Hofkirche erinnerte an Josef Götzenberger. Oberbürgermeister Bernhard Gmehling rechts verneigte sich vor einem beseelten Kirchenmusiker und vor einem persönlichen Freund.
    Ein großes Portraitbild vor dem Altar der Hofkirche erinnerte an Josef Götzenberger. Oberbürgermeister Bernhard Gmehling rechts verneigte sich vor einem beseelten Kirchenmusiker und vor einem persönlichen Freund. Foto: Winfried Rein

    Die Neuburger Stadtpolitiker ehren Josef Götzenberger. Aktuelle und ehemalige Stadträte nahmen am Dienstag in der Hofkirche Abschied von ihrem Kollegen, der mit 60 Jahren nach einer Infektion mit Covid-19 gestorben war. „Er schöpfte aus seinem tiefen Glauben und seinem unerschütterlichen Optimismus Kraft“, sagte Oberbürgermeister Bernhard Gmehling über seinen persönlichen Freund.

    Die Verbundenheit zur Musik stellte der Chor „Leuchtfeuer“ her, ein musikalisches „Kind“ von Josef Götzenberger. Vor dem Altar erklangen durch das „Ensemble 1508“ zur städtischen Trauerfeier Lieder wie „Meine Zeit steht in Deinen Händen“ oder „Denn er hat seinen Engeln empfohlen.“ Max Höringer spielte „Prélude“ auf der Orgel.

    Götzenbergers Nahtoderfahrungen nach einer Herztransplantation

    OB Bernhard Gmehling erzählte aus Josef Götzenbergers politischem Leben und seinem Geburtstagsfest in Walda. Besonders beeindruckt haben ihn neben seiner Disziplin und Kämpfernatur die Nahtoderfahrungen nach der Herztransplantation 2015: „Wir haben seiner tiefgläubigen Botschaft still und intensiv gelauscht und doch auch noch gesungen und gelacht.“

    Der OB beschrieb Josef Götzenberger als engagierten Stadtrat, begeisterten Kulturbotschafter und Optimisten, der den Widrigkeiten des Lebens mit Frohsinn und Humor begegnete. Die Stadt Neuburg werde einem Freund „und einem Menschen, der in Würde gelebt hat und in Würde gestorben ist, stets ein ehrendes Andenken bewahren“.

    Erinnerung an Auftritte von Josef Götzenberger mit der Stadtkapelle

    Das werde auch die Stadtkapelle Neuburg tun, denn Josef Götzenberger sei als Unterstützer immer zur Stelle gewesen, so Stadtkapellmeister Alexander Haninger. Er erinnerte an gemeinsame Auftritte oder die Ausbildung von Nachwuchsmusikern. Wenn man annehme, dass Musik alle Menschen verbinden könne, dann sei es genau eine von Josef Götzenbergers Stärken gewesen.

    Heribert Kaiser, Chef der Maria-Ward-Schule erzählte, wie die Mädchen seinen Unterricht begeistert verfolgten, „er hatte seine eigene Methodik und brauchte weder Power-Point-Präsentationen noch andere Hilfsmittel“. Sein Humor und seine Leichtigkeit bereicherten das Kollegium und die Jugendlichen. Die Realschule habe ihm viel zu verdanken .

    Für Stadtpfarrer Herbert Kohler hatte sich Josef Götzenberger „in aller Freiheit auf den Tod vorbereitet.“ Er hatte beizeiten alles im Einzelnen geregelt. Man könne fast sagen, „dass er mit dem Tod befreundet war“.

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