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Oldtimer: Ein Rennstall mit klingendem Namen

Oldtimer

Ein Rennstall mit klingendem Namen

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    Mit dem DKW 3=6 (l.) und dem DKW Junior (r.) wollen sie Oldtimer-Rennen bestreiten: (von rechts) der Namensgeber des Rennstalls und Rennfahrer Wolf Dieter Mantzel, Mechaniker Erich Schiller, Fahrer Hagen Arlt, Herbert Schöffner, Mechaniker Dieter Mörsdorf und Jungfahrer Thomas Schöffner.
    Mit dem DKW 3=6 (l.) und dem DKW Junior (r.) wollen sie Oldtimer-Rennen bestreiten: (von rechts) der Namensgeber des Rennstalls und Rennfahrer Wolf Dieter Mantzel, Mechaniker Erich Schiller, Fahrer Hagen Arlt, Herbert Schöffner, Mechaniker Dieter Mörsdorf und Jungfahrer Thomas Schöffner. Foto: Foto: Dittenhofer

    Lichtenau Gilt der Spruch „Totgesagte leben länger“, dann blickt Wolf Dieter Mantzel noch auf ein sehr langes Leben. Der Rennfahrer wurde nach einem schweren Unfall mit seinem Formel-3-Boliden irrtümlich im Radio für tot erklärt. Dabei hatte er den Unfall unversehrt überstanden – sehr zur Freude seiner Eltern und Kollegen, die die Nachricht im Radio gehört hatten. Das alles ist in den 60ern passiert, als Mantzel vor allem bei Tourenwagenrennen mit seinem DKW von Sieg zu Sieg eilte. Und dieses Rennteam soll bald wieder von Sieg zu Sieg eilen.

    „Der Mantzel-Rennstall war für DKW damals das, was heute Abt für Audi darstellt“, erklärt Herbert Schöffner und hat damit auch schon einen Grund genannt, diese Historie wieder aufleben zu lassen. „Alt trifft Jung und fährt zusammen bei historischen Meisterschaften mit.“ Der Metallbauer aus Lichtenau, der bekannt dafür ist, immer wieder Außergewöhnliches mit seinen Oldtimern zu bieten, stellt für das Mantzel-Team einen DKW 3=6 und einen DKW Junior zur Verfügung. Fahrer sind neben Wolf Dieter Mantzel selbst sein Teamkamerad von damals, Hagen Arlt, und dazu Thomas Schöffner, erst 16 Jahre alt und damit das Küken im Rennstall. Als Mechaniker konnten die von damals gewonnen werden: Erich Schiller und Dieter Mörsdorf. Somit kommt es zu einer Reunion des Teams aus den 60ern.

    „Wir werden die HTGT, die historische Tourenwagen- und GT-Trophy bestreiten“, freut sich Arlt. Und Mantzel, heute 70 Jahre alt, hat sowieso nie ganz von seinem geliebten DKW gelassen und bis Ende der 90er Jahre die Oldtimer bei Rennen bewegt. Nichts Neues also für den Altmeister, der 1961 sein erstes Rennen bestritten hat und damals gleich Zweiter in der GT-Klasse geworden war. Zuvor hatte er für seinen Vater, der eine Werkstatt mit Tuningbetrieb und einen Rennstall betrieb, Fahrzeuge in den USA betreut.

    1963 wurde Mantzel Tourenwageneuropameister. „Damals hatten wir jedes Wochenende ein Rennen“, erinnert er sich. So viele werden es jetzt nicht mehr. Mit acht Veranstaltungen rechnet Schöffner. Der DKW Junior ist derweil bestens als Original präpariert. Rund 80 PS bei einem Gesamtgewicht unter 700 Kilogramm. Nur den Schalensitz und den Überrollbügel hat es damals noch nicht gegeben.

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