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Politischer Aschermittwoch: CSU: Nix zu Gauck

Politischer Aschermittwoch: CSU

Nix zu Gauck

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    Minister Marcel Huber begrüßte gestern Abend im Peterwirt in Unsernherrn beim Aschermitttwoch der CSU das Parteivolk.
    Minister Marcel Huber begrüßte gestern Abend im Peterwirt in Unsernherrn beim Aschermitttwoch der CSU das Parteivolk. Foto: Harald Jung

    Erstens kann man beim politischen Aschermittwoch unter Parteifreunden keine neuen Stimmen holen; deshalb spricht man zweitens bestenfalls im Dialekt dieser Menschen, aber nicht über schwierige Politik; dann kann man drittens die Zuhörer am Ende in bester Stimmung entlassen.

    Nach diesem Dreisatz verfuhr gestern Abend CSU-Minister Marcel Huber im Peterwirt in Unsernherrn – und er fuhr bestens damit. Wer etwas von ihm über den gerade in der CSU so umstrittenen designierten Bundespräsidenten Gauck oder über die latent schwächelnde Krankenhauslandschaft trotz Milliardengewinne bei den Kassen hören wollte, muss demnächst einen politischen Fachvortrag wählen. Der Umwelt- und Gesundheitsminister umschiffte diese Themen gekonnt und lockte seine Zuhörer auf Allgemeinplätze. Dass Deutschland gut und Bayern noch viel besser ist, hört man gerade in solchen Runden gern.

    Stoiber sei dereinst wegen seiner Vision von einem Staatshaushalt ohne Neuverschuldung belächelt worden – „jetzt haben wir schon den sechsten Haushalt ohne Neuverschuldung!“, erinnerte Huber. Weshalb, bitteschön, solle denn nun Seehofers Vision von einem schuldenfreien Bayern nicht auch eines Tages wahr werden, fragte er – und zwei Besucher hoben wie aufs Stichwort den Schal mit der Aufschrift „Wer, wenn nicht wir“ in die Kameras, den sie vom Aschermittwoch der Mutterpartei in Passau mitgebracht hatten. So was will man als Garnitur zum leckeren Fisch und dem frischen Bier.

    Auf die fragliche Rolle der Behörden bei „Müller-Brot“ ging Huber nicht ein, stattdessen zielte er auf die des Verbrauchers ab. Der sei durch sein Preis- und Konsumverhalten wesentlich mitverantwortlich dafür, wenn immer mehr Nahrungsmittel industriell erzeugt würden. Dabei habe die eigene Landwirtschaft doch das Rüstzeug dazu, Bayern „zum Feinkostgeschäft Deutschlands“ zu machen.

    Abgang mit einem kleinen Seitenhieb auf Ude, SPD, Grüne und Freie Wähler – Schlussapplaus und Bayernhymne! So entlässt man seine Basis in bester Stimmung.

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