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Semesterstart: Es wird eng in den Hörsälen

Semesterstart

Es wird eng in den Hörsälen

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    Bereits in diesem Sommersemester waren die Hörsäle an der Hochschule gut gefüllt, wie unser Bild zeigt. Zu Beginn des Wintersemesters am 4. Oktober wird Hochschulpräsident Gunter Schweiger mehr als 1000 neue Studenten an der Hochschule begrüßen können – dann kommt der doppelte Abi-Jahrgang mit voller Wucht.
    Bereits in diesem Sommersemester waren die Hörsäle an der Hochschule gut gefüllt, wie unser Bild zeigt. Zu Beginn des Wintersemesters am 4. Oktober wird Hochschulpräsident Gunter Schweiger mehr als 1000 neue Studenten an der Hochschule begrüßen können – dann kommt der doppelte Abi-Jahrgang mit voller Wucht. Foto: Archivbild: Luzia Riedhammer

    Ingolstadt Es war vorauszusehen: Im Wintersemester strömen die Absolventen des doppelten Abiturjahrgangs mit voller Wucht an die Universitäten und Hochschulen.

    12 000 Bewerbungen sind bei der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HaW) eingegangen – für gerade mal gut 1000 Studienplätze. Ein ähnliches Bild an der KU Eichstätt-Ingolstadt: Dort haben sich 5000 junge Menschen für 825 Plätze in den zulassungsbeschränkten Studiengängen beworben. Und noch sind die Fristen nicht abgelaufen: An der HaW werden noch in der kommenden Woche Restplätze vergeben, an der KU noch drei Wochen lang.

    Genaue Zahlen liegen deshalb auch erst zum Semesterstart vor. Doch so viel steht fest: Eng wird es in den Hörsälen allemal. Vor allem an der Hochschule wird die Platznot bedenklich, immerhin werden rund 3500 Studenten eingeschrieben sein, rund 1400 mehr als noch vor fünf Jahren. Schon seit geraumer Zeit finden einige Vorlesungen in Containern statt, zum Sommersemester wurde bereits aufgestockt. Ob das reicht, ist aber noch nicht klar.

    Doch Abhilfe ist buchstäblich in Sichtweite: Auf dem angrenzenden Gießereigelände wird gerade an der Hochschulerweiterung gebaut. Doch bis die ersten Studenten einziehen können, dauert es noch zweieinhalb Jahre. Und bis es soweit ist, müssen Studenten und Mitarbeiter mit Kompromissen leben: Die Zeit zwischen 8 und 18 Uhr ist vollgepackt mit Vorlesungen, einige Veranstaltungen werden auf den Samstag gelegt. Hochschulsprecher Christian Müller will aber nicht alles ausreizen: „Es muss studierbar bleiben.“

    Trotz des Ansturms: Es gibt auch an der Hochschule noch freie Studienplätze, zum Beispiel bei Informatik und Mechatronik. „Das hat uns selbst überrascht“, gibt Müller zu. Selbst bei den Wirtschaftsinformatikern gibt es noch ein paar Restplätze.

    An der KU Eichstätt-Ingolstadt haben sich bislang etwa so viele neue Studenten eingeschrieben wie auch im Vorjahr (rund 1440) – doch drei Wochen bleiben den Studienanfängern noch. Zumindest in den Studiengängen, die nicht zulassungsbeschränkt sind. Ebenso wie an allen Hochschulen und Unis wurden auch an der KU wegen des doppelten Abi-Jahrgangs neue Plätze geschaffen. Laut Sprecher Constantin Schulte Strathaus sind dies – im Vergleich zu 2005 – insgesamt 360 mehr in den kommenden drei Jahren.

    Bevor sich die Studenten in den Hörsälen drängeln, haben viele bereits eine wahre Odyssee hinter sich: Der Wohnungsmarkt in den Studentenstädten ist an seinen Grenzen. Plätze in einem Studentenwohnheim sind knapp und manche private Anbieter verlangen teils horrende Summen.

    Während Uni und Hochschule mit der Abiturientenschwemme zu kämpfen haben, ist sie am Ausbildungsmarkt der Region nahezu spurlos vorbeigezogen. Das wundert auch Peter Kundinger, Sprecher der Arbeitsagentur. Seine Vermutung: Die Situation ist so gut, dass Abiturienten auch ohne die Vermittlung der Arbeitsagentur eine Stelle gefunden haben. Und außerdem ist sich Kundinger sicher: „Das Gros hat sich für ein Studium entschieden.“

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