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Stadtentwicklung: Fronten am Oswaldplatz

Stadtentwicklung

Fronten am Oswaldplatz

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    Unattraktiv und unübersichtlich: Die Verkehrssituation für Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer ist aus Sicht vieler Bürger alles andere als optimal.
    Unattraktiv und unübersichtlich: Die Verkehrssituation für Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer ist aus Sicht vieler Bürger alles andere als optimal. Foto: Gloria Brems

    Die erste favorisiert die Opposition im Stadtrat. Sie sieht vor, das Problemeck großräumig zu sanieren, ihn fußgängerfreundlicher zu machen und trotzdem die vorhandenen zehn Parkplätze zu erhalten. Die zweite Möglichkeit ist die, die Oberbürgermeister Bernhard Gmehling und seine CSU-Fraktion präferieren: Den Gehweg vor dem Geschäftshaus Spörer verbreitern, einen anderen Straßenbelag verlegen und in der Funktion den Platz so belassen, wie er ist. Die dritte Option wäre, alles so zu belassen wie es ist. Aber damit sind die wenigsten einverstanden. Allen voran Vanessa Korn. Die Chefin des Stadtmarketings sagt: „Es muss etwas passieren.“ Der Platz sei alles andere als einladend. Auswärtige merken gar nicht, dass das der Eingangsbereich zur Innenstadt ist, und fahren weiter. Vier leerstehende Läden versucht sie, am Oswaldplatz zu vermitteln. Aber Interessenten schütteln nach einer Besichtigung meist den Kopf. Die Situation, wie sie derzeit ist, sei untragbar, darin sind sich auch viele Inhaber der umliegenden Geschäfte einig. Nichts zu ändern, wäre das Schlimmste. Deswegen hat die Stadtverwaltung zwei Vorschläge erarbeitet, die sich an den Plänen der Architekten Veit-Aschenbrenner von 2001 orientieren. „Eine schöne Lösung“, urteilt Anita Kerner (FW).

    Die Freien Wähler sprechen sich klar für diese Lösung aus: „Pfaffenhofen, Schrobenhausen – jede Stadt hübscht sich auf, um gegen den Westpark bestehen zu können und wir lassen unsere Stadt vergammeln“, verwies Anita Kerner in die kommunale Nachbarschaft. In der Hirschenstraße gehöre schon seit langem der Belag ausgetauscht, die Gärtnerstraße verkomme immer mehr. „Wir brauchen eine Lösung, die all diese Probleme miteinbezieht.“ Ähnlich sehen das auch Karl-Heinz Katzki (SPD) und Bettina Häring (FDP). „Was der Oberbürgermeister andenkt, das ist zu kurz gesprungen“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende. „Nur ein bisschen Kosmetik reicht nicht.“ Und Häring sagt: „Geschäfte und Fußgänger würden von einer großräumigen Sanierung profitieren.“ Doch die kostet Geld. „Aber“, sagen Katzki, Häring und Kerner wie aus einem Mund, „wenn wir Stadtentwicklung betreiben wollen, müssen wir Geld in die Hand nehmen. Für so viele andere Dinge machen wir es doch auch.“

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