Die fieberhafte Suche nach dem vermissten Ehepaar Fischer aus Wellheim hat offenbar ein Ende. Die Polizei hat aus dem Stausee bei Bertoldsheim nahe Neuburg an der Donau den auffälligen Geländewagen der Fischers geborgen.
Im Führerhaus des Wagens haben die Beamten eine Leiche entdeckt. Dann fanden sie im hinteren teil des Fahrzeugs eine zweite Leiche. Laut Polizei handelt es sich um eine männliche und eine weibliche Leiche. Derzeit kann aber noch nicht gesagt werden, wer die Toten sind. Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt ordnete eine Obduktion der beiden Toten an. Diese erfolgt am Freitagnachmittag. Bislang gibt es auch noch keine Informationen, wie der Wagen in den See gelangt ist.
Routinemäßige Untersuchung mit Echolot
Bei einer routinemäßigen Untersuchung mit dem Echolot an der Staustufe in Bertoldsheim wurde am Mittwoch ein Fahrzeug ausgemacht. Eine Gruppe der Bereitschaftspolizei Dachau tauchte am späten Nachmittag nach dem Objekt. Die Sichtverhältnisse unter Wasser wurden als sehr schlecht beschrieben.
Am Donnerstag wurde der Wagen, der etwa 35 Meter vom Ufer entfernt in sechs bis sieben Meter Tiefe im Wasser stand, wieder an Land gebracht. Polizeitaucher unterstützten dabei ein Spezialunternehmen, das mit entsprechender Ausrüstung im Einsatz war. Der Wagen wurde zur weiteren Untersuchung abtransportiert.
Ehepaar seit mehr als zwei Monaten vermisst
Das Ehepaar wurde seit 2. März dieses Jahres vermisst. Werner Fischer ist in dieser Nacht wie immer von der Spätschicht nach Hause gefahren. Wenige Stunden darauf sollte seine Frau von einer Kollegin zur Arbeit in einer Bäckerei abgeholt werden, doch niemand öffnete die Tür.
Beide haben sich weder am Arbeitsplatz noch bei Familienangehörigen, Freunden oder Bekannten abgemeldet. In der Wohnung sah es es so aus, als wäre sie nur für kurze Zeit verlassen worden. Sogar der Kühlschrank war gut gefüllt, die Pässe und andere Ausweispapiere sind da und auch auf dem Bankkonto der beiden gab es seither keine Bewegung mehr.
Befürchtungen, dass ein Unglück passiert oder die beiden Straftätern in die Hände gefallen sein könnten, werden dagegen von anderen Spuren geschürt: Die Handys sind permanent ausgeschaltet. Damit ist eine Ortung nicht möglich.
Auch über die bekannte TV-Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst" wurde nach dem Paar gefahndet. 130 Hinweise gingen aus der Bevölkerung ein.