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Totes Ehepaar: Blutbad: Werner F. erstach seine Frau

Totes Ehepaar

Blutbad: Werner F. erstach seine Frau

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    An Land wurde das Wohnmobil sofort mit einer Plane abgedeckt, damit keine Spuren verloren gehen.
    An Land wurde das Wohnmobil sofort mit einer Plane abgedeckt, damit keine Spuren verloren gehen.

    Neuburg Die Obduktion von Petra und Werner F. hat es gestern bestätigt: Die 44-jährige Frau aus Bergen ist von ihrem Mann mit mehreren, gezielten Messerstichen getötet worden. Werner F. hat sich anschließend das Leben genommen. Offizielle Todesursache: ertrinken.

    Was genau in der Nacht zum 3. März in dem Einfamilienhaus des Paares in Wellheim passiert ist, kann vermutlich durch keine objektiven Beweise mehr belegt werden. Doch die Kriminalpolizei geht von einer Beziehungstat aus. Werner F. galt grundsätzlich als eifersüchtig und jähzornig. Das verstärkte sich noch mehr, als Petra F. im November 2010 eine neue Arbeitsstelle in der Bäckerei in Obereichstätt antrat. Dort kam die lebenslustige Frau wieder mit mehr Menschen in Kontakt, blühte auf. Das passte dem Ehemann nicht, hatte er seiner Frau doch stets verboten, ohne ihn unterwegs zu sein. Das war auch der Grund, warum sie nicht mehr bei der Blaskapelle ihres Heimatortes Bergen mitspielen durfte. Dabei war die Musik einmal das, was das Paar verband. Auch Werner F. spielte Blasmusik, so hatten sie sich kennengelernt.

    Wellheimer Ehepaar tot aus der Donau geborgen  

    Offensichtlich wollte sich Petra F. von ihrem Mann trennen. Das könnte der Auslöser für die Gewalttat gewesen sein, die in der Nacht zum 3. März stattfand. Gegen 23 Uhr kam Werner F. von der Spätschicht nach Hause. Seine Frau lag zu dieser Zeit im Bett. Gegen 0.45 Uhr klingelte der Wecker für die Schicht in der Bäckerei. Als die Kollegen gegen 2.10 Uhr anriefen, ging niemand mehr ans Telefon.

    Im Schlafanzug gestorben

    Nur mit einem Schlafanzug bekleidet fand die Kripo die 44-Jährige zweieinhalb Monate später im hinteren Teil des zum Wohnmobil umgebauten Geländewagens. Auf der Seite lag sie zwischen den selbst montierten Schränken. Deutlich zu sehen waren am Oberkörper und am Hals die drei bis vier gezielten Stiche, die ihr Mann ihr zugefügt hatte. Mehrere Messer fanden die Beamten im Fußraum des Führerhauses. Sie gehen davon aus, dass auch die Mordwaffe darunter ist.

    Im Wohnhaus der F.’s fand die Polizei keine Spuren, die das Blutbad hinterlassen hätte. „Da wir nun von einem Verbrechen ausgehen, wird nochmals überprüft, ob Blutspuren vielleicht verwischt wurden“, sagt Ulrich Pöpsel, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord in Ingolstadt. Doch die Tat könnte auch anderswo stattgefunden haben. Das will die Kripo weiter ermitteln.

    Eindeutig aber ist, dass Werner F. mit der Toten im Fonds des Geländewagens mit hoher Geschwindigkeit von der Staustufe Bertoldsheim in die Donau steuerte. Dort wartete er hinterm Steuer sitzend nicht, bis das Donauwasser langsam immer weiter im Führerhaus anstieg, sondern rammte sich selbst noch ein Messer in den Hals.

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