Anita Kerner und Helena Schlusnus wollen Bürgermeisterin in Neuburg werden
Neuburg
Zwei Kandidatinnen gehen mit ins Rennen: Sie wollen Bürgermeisterin in Neuburg werden
Die Frage, ob eine Frau OB-Stellvertreterin werden sollte, wird in Neuburg heiß diskutiert. Wenige Tage vor der Wahl im Stadtrat werden zwei Kandidatinnen bekannt.
Anita Kerner (links, WIND) und Helena Schlusnus (SPD) werden dem Neuburger Stadtrat als Bürgermeisterin vorgeschlagen.Foto: Barbara Wild/Reinhard Köchl (Archivbilder)
Die Wahl der Neuburger Bürgermeister beziehungsweise Bürgermeisterinnen verspricht Spannung. Wenige Tage vor der konstituierenden Stadtratssitzung am Dienstag wird bekannt, dass sich neben den bisher vorgeschlagenen Kandidaten Johann Habermeyer (FW) und Peter Segeth (CSU) auch zwei Frauen offiziell um den Stellvertreter-Posten hinter Oberbürgermeister Gerhard Schoder (Grüne) bewerben.
Habermeyer genießt fraktionsübergreifenden Rückhalt und dürfte für das Amt des Vize-Bürgermeisters, das er schon in den vergangenen Jahren ausfüllte, gesetzt sein. Daneben fordern diverse Stimmen in der Stadt, unter anderem die ehemalige OB-Stellvertreterin Elke Heyne, eine Frau an der Stadtspitze – auch Schoder selbst wünscht sich dies.
Neuburg: SPD schlägt Helena Schlusnus als Bürgermeisterin vor
Nun stehen zwei Politikerinnen fest, die am Dienstag dem neuen Stadtrat vorgeschlagen werden. Die SPD wird Helena Schlusnus ins Spiel bringen, teilt der Fraktionsvorsitzende Ralph Bartoschek am Samstag mit. Die selbstständige Unternehmerin im Bildungsbereich wurde neu in den Stadtrat gewählt und hat bereits einen beachtlichen politischen Aufstieg in kurzer Zeit hinter sich. Erst vor gut einem Jahr ist die 40-Jährige in die SPD eingetreten und stieg schnell zur stellvertretenden Ortsvorsitzenden auf – nicht ohne Grund, wie Bartoschek betont.
Am Abend der OB-Stichwahl gratulierte auch Helena Schlusnus (rechts, SPD) dem neuen OB Gerhard Schoder (Grüne) – wird sie nun seine Stellvertreterin?Foto: Barbara Wild (Archivbild)
Schlusnus sei eine „unheimlich schlaue Frau“, die innerhalb von nur einem Jahr wertvolle Akzente in der SPD gesetzt und es aus dem Stegreif in den Stadtrat geschafft habe. Sie bringe viel Potenzial mit, von dem OB Schoder profitieren würde, ist Bartoschek überzeugt. Auch er macht sich für weibliche Unterstützung an der Stadtspitze stark: „Es ist Zeit für eine Bürgermeisterin in Neuburg.“
WIND bringt Anita Kerner ins Spiel
Das sieht Franziska Hildebrandt (WIND) ganz genauso. Der fast paritätisch besetzte Stadtrat brauche eine weibliche Stimme im Bürgermeisterteam, fordert sie. „Die Chancen, eine Frau zu etablieren, waren nie besser als jetzt“, macht Hildebrandt deutlich, Sprecherin der Ausschussgemeinschaft von WIND und FDP, und kündigt an, am Dienstag Anita Kerner vorzuschlagen.
Anita Kerner kehrt für WIND in den Stadtrat zurück und strebt den Posten der Bürgermeisterin an.Foto: Reinhard Köchl (Archivbild)
Die selbstständige Raumausstattermeisterin bringt einiges an Erfahrung in der Neuburger Stadtpolitik mit. Für die Freien Wähler war die heute 52-Jährige Stadt- und Kreisrätin sowie OB-Kandidatin. Nach einem Konflikt im Stadtrat war sie 2017 aus diesem Gremium zurückgetreten. Nun kehrt Kerner für WIND dorthin zurück. Auch angesichts ihrer Erfahrung sei sie ausgezeichnet für das Amt der Bürgermeisterin qualifiziert, wirbt Hildebrandt für Kerner.
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