In diesem Moment ist es im Sitzungssaal elf des Landgerichts Ingolstadt ganz still. Man hört nur das Schluchzen der Zeugin, dann sagt sie mit gebrochener Stimme: „Ich wollte Erzieherin werden, weil ich auf Kinder aufpassen will.“ Das, was passiert ist, werde sie nie wieder vergessen. „Das wird mich mein Leben lang begleiten.“ Ein paar Stunden später an diesem Montag haben einige im Saal wieder Probleme, die Fassung zu wahren. Dann nämlich, als der Vorsitzende Richter in Richtung des Verurteilten sagt: „Sie sind ein freier Mann.“ Es ist der Abschluss eines denkwürdigen Prozesstags, an dessen Ende der Neuburger Kindergartenschläger auf freien Fuß kommt.
Neuburg/Ingolstadt
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren