Von traditioneller Bayerisch-Böhmischer Blasmusik über konzertante Stücke bis Pop spannte die Karlshulder Blaskapelle den musikalischen Bogen beim zehnten Open-Air-Konzert vor dem Theresienbau.
Wie vor elf Jahren, als die mittlerweile bestens etablierte Veranstaltung erstmals stattfand, war am Samstagnachmittag wieder die befreundete Königsmooser Musi mit dabei. Die beiden Mooskapellen spielten zum Auftakt drei Stücke gemeinsam, darunter den schwungvollen „Mein Donautal“-Marsch, und dann wieder zum großen Finale, wobei sich Christian Mattes und Grit Braun beim Dirigieren abwechselten.
Regen unterbricht Konzert am Theresienbau nur vorübergehend
Das taten auch die Kapellen, die je zweimal auftraten. Die Königsmooser Musi hatte Märsche, Walzer und Polkas mitgebracht, darunter den Weiß-Blau Marsch, die Kirschblütenzauber-Polka und den abwechslungsreichen Osttiroler Walzer „Gruß an Schloss Weißenstein“. Wie es gute Tradition ist, hisste Adolf Mattes die Bayerische Fahne vor Konzertbeginn, Robert Mattes spielte dazu die Bayernhymne auf der Trompete, das Publikum erhob sich und sang mit. Eine Gesangseinlage gab es auch von der Gastgeberkapelle beim Marsch „Weiß-Blau im Wind“.
Nicht im Programm stand dagegen ein kräftiger Regenschauer, der die Musiker zwang, nach gut zwei Stunden die Bühne zu räumen – allerdings nur vorläufig. Trockene Zuflucht gab es in den Zeltpavillons und natürlich im Vereinsheim Theresienbau. Etliche Zuhörer flüchteten trotzdem nach Hause, viele aber harrten aus und rund 60 tapfere Musikfreunde blieben bis Einbruch der Dunkelheit, dem geplanten Ende des Open-Air-Konzerts.
Während die Karlshulder Kapelle im ersten Block mit „Best of Beatles“ und „Nessaja“ Bigbandcharakter gezeigt hatte, blieb sie im zweiten Block bei traditioneller Blasmusik, um im Zeitplan wieder aufzuholen. Unterstützung bekam sie von einer spontan gebildeten, siebenköpfigen Percussion-Nachwuchs-Gruppe samt eigenen Dirigenten. Der kleine Toni machte also seinem Papa Christian Mattes schon mal Konkurrenz.
Auch die Königsmooser Musi kürzte etwa um die Hälfte, sodass die Zuhörer am Ende noch einmal ausführlich in den Genuss des 44-köpfigen Gesamtensembles aus beiden Kapellen kamen, das mit bekannten Märschen wie „Wir Musikanten“ oder „Grüße aus dem Egerland“ begeisterte. Bestens kamen natürlich auch die mitreißenden Zugaben „Dem Land Tirol die Treue“ und der „Fliegermarsch“ an.
An die 400 Besucher dürften es über Nachmittag und Abend verteilt gewesen sein, manche blieben ganze fünf Stunden, andere machten mehr oder weniger lange Station im lauschigen Ambiente unter dem Kastanienbaum, gut bewirtet von Helfern der Blaskapelle.
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