Stell dir vor, es ist Kommunalwahl und keiner kandidiert! Das demokratische Alptraumszenario schlechthin. Aber wenn ein Dorfbürgermeister wie in Brunnen die vielfältigen Aufgaben auch 2026 immer noch ehrenamtlich bewältigen muss, dann reißt sich niemand ernsthaft um diesen Job. Bis Dienstag hatte man in der 1800 Einwohner zählenden Gemeinde am Rande des Donaumooses auch über Parteigrenzen hinweg versucht, eine offizielle Bewerberin oder einen Bewerber zur Bürgermeister-Kandidatur zu überreden. Alle Bemühungen sind vergebens. Wenn sich bis zum 15. Januar niemand meldet, kommt es zu einer Situation, die in Bayern Seltenheitswert hat: einer „wilden Wahl“.
Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
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