Der Gemeinschaftsbus spuckt ihn irgendwo oben in den Bergen aus. Emirhan Senyüz ist 2019 allein unterwegs – eigentlich wollte er in Bozen nur „einen Spa-Urlaub machen“ und abschalten. Stattdessen steht er plötzlich nicht am Aussichtspunkt, sondern vor zwei gelben Wegweisern mit der Schrift: Wanderung zwei Stunden, Wanderung drei Stunden. „Okay, scheiße, ich bin jetzt hier, der Bus ist weg, ich muss jetzt irgendwas draus machen“, erinnert er sich an seine erste Wanderung. Viel dabei hat er nicht – eine Orange in der Hand, Dr.-Martens-Stiefel an den Füßen, Jogginghose und eine Mütze. Es ist kalt, vereist – und weit und breit kein Mensch in Sicht.
Ingolstadt
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