Die letzten Sonnenstrahlen des Tages fallen durch ein Fenster ins Wohnzimmer der Stemmers. An der Scheibe hängen noch ein paar Regentropfen, hier und da reflektieren Staubkörner das Licht im Raum. Die Deckenbeleuchtung wurde gedimmt, mehrere Kerzen angezündet. Das Wohnzimmer des Ehepaars ist bis in die letzte Ecke mit Menschen gefüllt. Sie sitzen auf der Couch, auf Stühlen und dem Boden – ohne ein Wort zu sagen. Etwa 40 schweigende Personen blicken in Richtung eines Kachelofens, neben dem eine Frau im schwarzen Kleid sitzt. Dann durchschneidet ein Ton die Stille. Er kommt von einer Geige, die am Kinn der Frau anliegt. Langsam führt sie einen Bogen über die Saiten des Instruments.
Schrobenhausen
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