Fluggruppe Neuburg weiht neue Halle ein – Peter Unglert wird Ehrenmitglied
Neuburg
Besonderes Geschenk zum 75. Geburtstag: Ein neuer Hangar für die Fluggruppe Neuburg
Die Fluggruppe Neuburg macht sich mit einer neuen Halle selbst das größte Geburtstagsgeschenk. Für den Neubau packten die Vereinsmitglieder kräftig mit an.
Nach der Segnung der Halle erhielten (v.l.) Pfarrer Herbert Sperber, Finanzvereinsvorstand Wolfgang Holzbrecher, Neuburgs OB Gerhard Schoder, stellvertretende Landrätin Sabine Schneider und Stadtpfarrer Herbert Kohler von Vereinsvorstand Wolfgang Hesche eine Einweisung am Schleppflugzeug Eurostar EV97.Foto: Manfred Dittenhofer
Die Fluggruppe Neuburg hat sich mit viel Eigenleistung und einer Investition in die Zukunft ein ganz besonderes Geschenk zum 75. Geburtstag gemacht. Der alte Wellblechhangar, in dem die Maschinen des Vereins viele Jahre überwintert hatten, war marode und teils bereits durchgerostet. Also musste Ersatz her. Im Winter nun wurde der neue Hangar fertiggestellt, der nun reichlich Platz für Wartung und Unterbringung der Flugzeuge und der Bodengerätschaft bietet. Mit Beginn der Saison wurde die Halle nun feierlich eingeweiht. Zugleich feierte der Verein seinen 75. Geburtstag. Gegründet wurde die Fluggruppe 1951 in Rohrenfels.
Die Planungen für eine neue Halle begannen bereits vor zweieinhalb Jahren. Seit 1957 hatte die alte Wellblechhalle, die vor dem Abriss auf dem alten Molkereigelände in Neuburg gerettet worden war, dem Verein gute Dienste geleistet. Nun aber hatte sie endgültig ausgedient. Zuerst wurde darüber nachgedacht, das Fliegerheim zu verlängern. Allerdings war die Höhe des Gebäudes nicht optimal. Durch Fliegerfreunde in Ellwangen kam der Kontakt zur Firma Binz zustande, einem Spezialisten für Systemhallen. Eine Vereinsdelegation setzte sich mit dem Unternehmen zusammen und die Pläne für die neue, 26 Meter lange, zwölf Meter breite und knapp acht Meter hohe Halle mit zwei Rolltoren nahmen Gestalt an.
Vereinsmitglieder packten für neue Halle mit an
Im April 2025 rissen die Mitglieder die alte Wellblechhalle ab und zerschnitten die Metallteile, die in einem Container zum Recycling abtransportiert wurden. Da die Entfernung des alten Fundaments einen enormen Aufwand bedeutet hätte, wurde das nun größere Fundament für die neue Halle darüber betoniert. Wieder halfen Mitglieder des Vereins bei den Betonarbeiten als Handlanger kräftig mit. Ende August rückten die Hallenbauer aus Ellwangen an. Der Hangar selbst ist in Holzständerbauweise gefertigt. Unter der Alu-Fassade verbirgt sich eine Isolierung, die hilft, die Halle frostfrei zu halten. Auch beim Innenausbau und bei der Elektrik und Heizung packten die Vereinsmitglieder – viele bringen Expertisen aus dem Berufsleben mit – kräftig an.
Überhaupt werde die Fluggruppe durch viel Idealismus und Eigeninitiative geprägt, so Vereinsvorstand Wolfgang Hesche. Einer von ihnen wurde zum Vereinsjubiläum besonders geehrt. „Peter Unglert hat sich seit 2002 als Werkstattleiter und davor bereits sieben Jahre lang als stellvertretender Werkstattleiter in besonderer Weise um die Flugzeuge und das gesamte Bodenmaterial verdient gemacht“, hob Hesche hervor. Seine Arbeit sei stets geprägt von großer Sorgfalt und einem hohen Verantwortungsbewusstsein. „Gerade im Luftsport, wo Sicherheit oberste Priorität hat, ist eine zuverlässige und gewissenhafte Wartung unerlässlich.“ Unglert habe sich durch seine Fachkompetenz, seine hohe Präzision und Leidenschaft auch das Vertrauen der externen Luftfahrzeugprüfer erarbeitet. „Und neben deiner fachlichen Kompetenz warst und bist du immer ein verlässlicher Ansprechpartner, ein hilfsbereiter Kamerad und ein wichtiger Teil unserer Gemeinschaft.“
Peter Unglert zum Ehrenmitglied der Fluggruppe ernannt
Der Vereinsvorstand ernannte Peter Unglert zum Ehrenmitglied der Fluggruppe und blickte auch in die Geschichte des Vereins. Nach ersten Flugversuchen in Rohrenfels war der Verein 1954 an den Fliegerhorst Neuburg gezogen. Das Gelände am Südrand von Neuburg-Marienheim, auf dem nun das Fliegerheim und neben dem neuen Hangar auch noch eine Halle aus den 80er-Jahren steht, gehört dem Verein.
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