Das Phänomen Donaumoos beginnt direkt vor der Haustür: Zwischen Neuburg, Ingolstadt und Donauwörth gelegen, sind die schwarze Erde und die großenteils noch unberührte Natur nicht nur landschaftlich gesehen ein echter Hingucker. Hier fühlen sich viele Einheimische bereits seit Generationen, aber auch für immer mehr Neubürger Zuhause.
Hofläden, Bäcker und Metzger mit regionalen Schmankerln, ganzheitlich arbeitende Landwirte und eine engagierte Gastronomie, der gesunde Mittelstand und innovative Global Players formen einen attraktiven Wirtschaftsraum. Dreh- und Angelpunkt vieler Aktivitäten ist der Gewerbeverband Donaumoos e. V. Seine Vorträge, Fortbildungen, Ausflüge, Beratungs-Services sind Leistungen, von denen im Netzwerk Gleichgesinnter alle profitieren.
Die Verlagsbeilage „MEIN DONAUMOOS“ erscheint bereits zum 13. Mal als Produkt einer engen Kooperation zwischen dem Gewerbeverband Donaumoos e.V. und der Neuburger Rundschau. Zweimal im Jahr spiegelt der sehr lesenswerte Mix aus Tradition und Moderne in „MEIN DONAUMOOS“ das besondere Lebensgefühl zwischen Karlshuld, Karlskron, Königsmoos und Weichering wider.
Charakterköpfe und prägende Persönlichkeiten, Einblicke in Natur und Geschichte, das rege Vereinsleben, Rezepte, die Lust auf Genuss machen oder das große soziale Engagement, das im Donaumoos ganz selbstverständlich dazugehört: Heimat erleben – diesem Anspruch wird „MEIN DONAUMOOS“ in jeder Ausgabe wieder gerecht.
Mit den Worten „wunderschön und gemeinschaftlich“ beschreibt Bürgermeister Thomas Mack die Gemeinde Weichering am Rande des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen. Tatsächlich scheint die 2.418-Einwohner-Gemeinde den Spagat zwischen der Großstadt Ingolstadt und dem ländlichen Raum zu schaffen. Trotz der Nähe zur Bundesstraße 16 ist die Idylle dem Ort erhalten geblieben und bietet eine wunderbare Alternative zum hektischen Stadtleben. Einen großen Teil zur Entschleunigung bietet dabei vor allem das Naherholungsgebiet am Auwald, das auch mit dem Donaurad- und Wanderweg oft für Erholung sowie Sport genutzt wird. Dabei wird vor allem ein „Spaziergang nach Feierabend“ von Thomas Mack schmunzelnd empfohlen.
Wohlfühlfaktor Dorferneuerung: Aber auch im Ortskern versucht die Gemeinde, die naturnahe und idyllische Ruhe weiterhin zu gewährleisten. „Seit 1996 erneuern wir im Rahmen der Dorferneuerung in Etappen Weichering“, erklärt Thomas Mack. Dazu gehören neben der Kirchplatzerneuerung zahlreiche Sanierungen.
Das Wort „Gemeinschaft“ spielt auch für den Weicheringer Bürgermeister eine wichtige Rolle. So achtet Weichering vor allem auf ein geregeltes und entschleunigtes Einwohnerwachstum mit genügend verfügbaren Baugrundstücken. „Wir haben ein gesundes Wachstum“, erklärt Thomas Mack und weist dabei auf die Infrastruktur hin, die weiterhin für den gesamten Ort ausreichend bleibt. Es gäbe außerdem genügend Plätze in der Schule und im Kindergarten.
Am Sonntag, 26. Oktober, feiert die Gemeinde einen besonderen Höhepunkt: 40 Jahre Rathaus Weichering. Die Feierlichkeiten beginnen mit einer Messe unter freiem Himmel. Ansprachen, ein Empfang und eine Rathausbesichtigung schließen sich an. Auch das JRK, das im 1. Stock des Gebäudes seine Räume hat, beteiligt sich am Tag der Offenen Tür mit Kinderschminken. Der Bauhof wird an diesem Tag mitgeweiht. Bei schönem Wetter steht der Kapellenplatz am Rathaus für die festlichen Aktivitäten zur Verfügung. Bei schlechtem Wetter weicht man in den Bauhof aus. Auch hier soll typisch für Weichering laut Thomas Mack die „Gemeinschaft der Bürger in Weichering“ gefeiert werden.
Nicht nur zur Weihnachtszeit sind „Apfel, Nuss und Mandelkern“ wahre Glücksboten für alle kleinen und großen Genießer. Wenn es draußen kälter wird und man es sich am liebsten Zuhause gemütlich machen möchte, ist es „Bratapfel-Zeit“.
Und wer bis Weihnachten warten möchte, kann es sich mit diesem Rezept als ideale Begleitung zu einer Weihnachtsente, einer Weihnachtsgans oder einem Wildbraten ganz einfach machen. Denn vom Zusammenstellen der Zutaten bis zum köstlich duftenden ofenfrischen Bratapfel vergeht nur eine knappe Dreiviertel-Stunde.
Das Rezept von Inge Müller „Bratapfel mit Marzipan und Walnuss-Füllung“ eignet sich für eine große Tischrunde aber auch für eine kleine Runde Verwöhnaroma allein Zuhause. Inge Müller hat als Lehrerin in Untermaxfeld ganze Generationen von Jungen und Mädchen auf ihren ersten Schritten ins Leben begleitet. 42 Jahre lang ist sie der Volksschule treu geblieben
Wenn man die Skulpturen von Bernd Thomas Zimmermann betrachtet, fühlt man sich unweigerlich in die Tiefe der Zeit versetzt. Der gebürtige Münchner lebt seit vielen Jahren in Pöttmes im Landkreis Aichach-Friedberg. Seine Kunst ist jedoch eng mit dem Donaumoos verbunden, wo die uralten Mooreichen gefunden werden, die er zu Skulpturen verarbeitet. An der Akademie der Bildenden Künste München studierte er Malerei und Bildhauerei: eine Ausbildung, die sein Schaffen nachhaltig geprägt hat.
Ein Fund, der alles veränderte: Im Herbst 1986 entdeckte Zimmermann erstmals Mooreichen im Donaumoos. Bauern stoßen dort beim Pflügen oder beim Ausheben von Gräben gelegentlich auf tief im Moor eingelagerte Eichenstämme, die zwischen 2000 und 4000 Jahre alt sind. Für den Künstler war dies eine Offenbarung: Er entwickelte daraus den „Moor-Eichen-Zyklus“, den er seither unermüdlich weiterführt.
Tausend Jahre konservierte Zeit – die Mooreiche weckt beim Publikum spontan Fragen: Woher stammt dieses Holz? Warum ist es schwarz? Wie kann es so alt sein? Diese Neugier ist dem Künstler mehr als willkommen – sie eröffnet ihm die Möglichkeit, über Natur, Kultur und Zeitläufe zu sprechen. Die tiefschwarze, fast versteinerte Struktur regt die Fantasie an und führt den Betrachter zu Fragen nach Alter, Herkunft und Vergänglichkeit. Die dunkle Färbung entsteht durch chemische Prozesse während der jahrtausendelangen Lagerung im Moor. Für Zimmermann ist dieses Holz weit mehr als ein Werkstoff: Es ist ein Träger von Geschichte und Erinnerung. Seine Skulpturen sind verdichtete Zeitbilder, die weit über die reine Form hinausweisen.
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Text: af/mv/aha