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In Bergheim-Ost sollen Supermärkte, eine Tankstelle und Wohnungen entstehen

Bergheim

Supermärkte, Tankstelle, Wohnraum und vieles mehr: Im Osten Bergheims soll Großes entstehen

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    Auf diesem Areal östlich von Bergheim sollen Gewerbe- und Wohnflächen entstehen. Im Hintergrund ist die ehemalige Besamungsstation zu sehen.
    Auf diesem Areal östlich von Bergheim sollen Gewerbe- und Wohnflächen entstehen. Im Hintergrund ist die ehemalige Besamungsstation zu sehen. Foto: Andreas Zidar

    Das, was die Gemeinde Eitensheim an der B13 zwischen Ingolstadt und Eichstätt aufgebaut hat, hätte Bergheim gerne an der Staatsstraße zwischen Neuburg und Ingolstadt: einen Gewerbepark an einer viel befahrenen Straße – mit vielseitigem Angebot, von dem sowohl die Bürgerinnen und Bürger vor Ort als auch die vielen Pendler profitieren. In Bergheim sollen außerdem neue Wohnflächen dazukommen. Die Verantwortlichen haben für das Vorhaben schon seit Jahren das Areal „Bergheim-Ost“ im Blick, also die bisher landwirtschaftlich genutzte Fläche zwischen dem Irgertsheimer Kreisverkehr und dem östlichen Ortsrand. Im Gemeinderat am Montagabend wurde anhand eines Entwurfs erstmals öffentlich deutlich, was angedacht ist. Und, so viel lässt sich festhalten: An dieser Stelle soll Großes entstehen.

    Bergheim-Ost: Geplant sind Supermärkte, eine Tankstelle und Wohnungen

    Es handele sich um eine bloße Arbeitsgrundlage, damit sich die Mitglieder des Gemeinderats das Projekt vorstellen können, betont Stefan Gößl, Geschäftsstellenleiter der VG Neuburg, im Gespräch mit unserer Redaktion. Die Planung werde sich sicherlich noch ändern. Und doch zeigt der Entwurf der privaten Investoren, die den Osten Bergheims bebauen wollen, in welche Richtung es gehen soll.

    Da wären etwa die neuen Einkaufsmöglichkeiten. Aktuell sind sowohl ein Vollsortimenter als auch ein Discounter angedacht, direkt neben dem Kreisverkehr, zwischen den beiden Staatsstraßen. An der Straße Richtung Bergheimer Staustufe soll eine Tankstelle entstehen. Dazu sollen Gesundheitsdienstleister und Soziales Wohnen beziehungsweise eine Pflege-WG kommen. Überhaupt geht es bei weitem nicht nur um Gewerbe, sondern auch um neuen Wohnraum. Neben mehrgeschossigen Wohnungen berichtet Gößl auch von Reihen- und Doppelhäusern, in denen sich die Menschen künftig ansiedeln sollen. Der Nachwuchs könnte in einer neuen Kita vor Ort unterkommen.

    Ehemalige Besamungsstation ist erst einmal außen vor

    Einst galt aufgrund der Geruchsentwicklung rund um die Besamungsstation ein Schutzradius von 200 Metern für eine Bebauung. Doch der Schweinebetrieb ist seit mehr als zehn Jahren stillgelegt und hat diesen Schutzstatus mittlerweile verloren. Dies habe man schriftlich vom Landratsamt, erklärte Bürgermeister Tobias Gensberger. Dieser Punkt steht dem Ausbau vor Ort also nicht mehr im Weg.

    Die ehemalige Besamungsstation in Bergheim ist seit vielen Jahren nicht mehr in Betrieb.
    Die ehemalige Besamungsstation in Bergheim ist seit vielen Jahren nicht mehr in Betrieb. Foto: Michael Kienastl (Archivbild)

    Natürlich wäre ein Vorhaben dieser Größe eine Herausforderung für den Verkehr. Zuletzt hat ein Planungsbüro die Auswirkungen berechnet, berichtet Gößl. Das Ergebnis: Die ursprünglichen Pläne waren zu groß und würden den Verkehr am Kreisverkehr, der gerade zu Audi-Schichtzeiten erheblich ist, über die Maßen beeinträchtigen. Deshalb soll das Projekt nun zunächst um ein gutes Drittel kleiner ausfallen. Ursprünglich sollte eine Fläche von sechs Hektar bebaut werden. Nun wurden zwei Grundstücke mit einer Gesamtgröße von 2,4 Hektar aus der jetzigen Planung herausgenommen, das hat der Bergheimer Gemeinderat am Montagabend beschlossen. Es geht um das Areal der ehemaligen Besamungsstation sowie das Grundstück östlich davon, dort waren laut Gößl Wohnungen angedacht.

    Anbindung an die Staatsstraßen ist ein Thema

    Es sei richtig, diese Grundstücke aus der jetzigen Planung zu nehmen, sagte die zweite Bürgermeisterin Claudia Heinzmann. „Damit wir mal vorankommen.“ Doch sie wollte wissen, inwieweit die Flächen künftig wieder in das Projekt eingegliedert werden könnten. Man wolle sich weiter Gedanken machen, wie diese Grundstücke in Zukunft genutzt werden können, und es sei gut möglich, dass diese irgendwann komplett bebaut werden. Zum jetzigen Zeitpunkt sei sowohl verkehrlich als auch städtebaulich ein solcher Umfang aber nicht auf einmal zu schaffen, so Gößl.

    Die Anbindung des Areals soll folgendermaßen erfolgen: An der Staatsstraße 2043 im Osten sollen Verkehrsteilnehmer sowohl rechts als auch links einbiegen können. Von der Staatsstraße im Norden kommend soll nur die Möglichkeit zum Rechtsabbiegen bestehen. Gemeinderat Engelbert Winter äußerte Bedenken, dass die vorgestellte Verkehrsanbindung ausreichend ist, und stimmte als einziger im Gremium gegen die aktuelle Planung. Er vermisse auch im Norden eine Linksabbiegemöglichkeit. Winter zog Parallelen zum Neuburger Südpark, der in seinen Augen entwickelt, aber erst nach und nach erschlossen worden sei. Die Bedenken seien im jetzigen Planungsstadium nicht angebracht, entgegnete Bürgermeister Gensberger. Aktuell entscheide man nur über Flächen, nicht über die Bebauung. Wann das Projekt konkret umgesetzt wird, ist nach Angaben von Stefan Gößl aktuell nicht absehbar.

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