Der Sommer ist für die Mitarbeiter der Stadtwerke Ingolstadt Freizeitanlagen GmbH in der Saturn-Arena die kühle Saison des Jahres. Während die Ingolstädter bei sommerlich heißen Temperaturen im Freibad Abkühlung gesucht haben, gehört für das Team der Eismeister um Betriebsleiter Martin Hofbauer die warme Winterjacke zur Arbeitskleidung. Ende Juli startete die Aufeisung in der Saturn-Arena, so konnte der Vize-Meister ERC Ingolstadt Anfang August das Training für die kommende Eishockey-Saison wieder aufnehmen. Aber nicht nur die Profis konnten wieder aufs Eis, auch bei den Sommereisläufen wurden bereits die ersten Runden gedreht.
Die Temperatur in der Saturn-Arena wurde heruntergekühlt
Die Aufgabenliste der Mitarbeiter war lang, bis das Eis genutzt werden konnte. Dazu wurde zunächst die 22 Grad Celsius warme Raumtemperatur, die in der Arena nach dem Abeisen durchschnittlich herrscht, mithilfe einer leistungsstarken Klimaanlage heruntergekühlt. Zeitgleich musste auch die Bodentemperatur sinken, um dem Eis eine kühle Basis bieten zu können. „Wir kühlen den Betonboden langsam in Fünf-Grad-Schritten herunter, damit keine Schäden an der Betonpiste entstehen“, erklärte Betriebsleiter Hofbauer. Das dauerte etwa eine Woche, um dem Boden die benötigte Zeit zu geben. Schließlich wies die Bodentemperatur der künftigen Eisfläche nur noch minus zehn Grad auf, während das Thermometer eine Raumtemperatur von rund 15 bis 18 Grad im Sommer anzeigt. Im Winter beträgt die Temperatur der Luft noch neun Grad.
Nachdem Boden und Raum kühl genug waren, starteten die Eismeister mit dem Aufbau des Untereises. Hierzu sprühten sie Wasser ganz fein auf, um die Bildung von Lufteinschlüssen in der Eisfläche zu vermeiden und folglich das Einbrechen der Schlittschuhläufer zu verhindern. Ist die Untereis-Schicht einen Zentimeter dick, wird sie mit dem Messer der Eismaschine abgezogen. Anschließend unterstützte eine Spezialfirma das Team und färbte die Eisfläche weiß ein. Daraufhin wurden die Linien eingezogen und die Werbung aufgebracht. Dann kam die Eismaschine wieder an die Reihe: Mit einem Schlauch wurde Wasser aufgebracht und verteilt, bis die Eisschicht dreieinhalb Zentimeter dick und bereit zur Nutzung durch die Eishockeyprofis und das Publikum war.
Viele Wände in der Halle in Ingolstadt wurden neu gestrichen
Als Abwechslung zu den eisigen Temperaturen in der Halle gab es auch fern der Eisfläche einiges zu tun, um die Saturn-Arena für die Saison fit zu machen. Während die Bande der Eisfläche neu ausgerichtet wurde, wurden die technischen Anlagen in der Mehrzweckhalle gewartet. Viele Wände erhielten einen frischen Anstrich.
Neben dem Zuhause des ERC Ingolstadt ist die Saturn-Arena auch eine Freizeitanlage für alle Gäste, die es gerne etwas kühler haben. Bei der Eisdisco können Besucherinnen und Besucher auch in diesem Jahr wieder bei Musik und bunten Licht-Effekten eislaufen. Ruhiger geht es hingegen bei den öffentlichen Eisläufen zu, die ebenfalls in der Saturn-Arena stattfinden.
Das Gebäude ist vor fast 20 Jahren, am 3. Oktober 2003, offiziell eröffnet worden. Anlässlich dieses Jubiläums gibt es heuer eine Geburtstagsfeier für alle Eisläuferinnen und Eisläufer. So findet am Montag, 2. Oktober, von 19.30 bis 22 Uhr eine Eisdisco und am Dienstag, 3. Oktober, von 10 bis 12 Uhr (Eishalle 2) und von 15 bis 17 Uhr (Saturn-Arena) ein Eislauf statt. Dabei gelten Eislauf-Preise wie vor 20 Jahren. Die Einzelkarte für den öffentlichen Eislauf kostet drei Euro und für die Eisdisco vier Euro. Zudem werden an diesen Tagen Gutscheine verlost. (AZ)