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Ingolstadt: 14-Jährige versprüht Pfefferspray an Mittelschule in Ingolstadt

Ingolstadt

14-Jährige versprüht Pfefferspray an Mittelschule in Ingolstadt

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    Großeinsatz an der Ochsenschlacht in Ingolstadt: Eine Schülerin hatte Pfefferspray versprüht, 23 Personen wurden leicht verletzt.
    Großeinsatz an der Ochsenschlacht in Ingolstadt: Eine Schülerin hatte Pfefferspray versprüht, 23 Personen wurden leicht verletzt. Foto: Heinz Reiß
    Zahlreiche Rettungskräfte waren an die Gebrüder-Asam-Mittelschule gerufen worden.
    Zahlreiche Rettungskräfte waren an die Gebrüder-Asam-Mittelschule gerufen worden. Foto: Heinz Reiß

    Überall Blaulicht, Martinshörner, Notärzte, Polizei und ein Rettungshubschrauber: Am Donnerstagvormittag hat es an er Gebrüder-Asam-Mittelschule an der Ochsenschlacht im Süden Ingolstadts einen Großeinsatz gegeben. Grund war, dass eine 14-jährige Schülerin Pfefferspray in der Aula versprüht hatte.

    Zwölf Kinder der Mittelschule kamen ins Krankenhaus nach Ingolstadt und Neuburg

    Insgesamt wurden durch das Pfefferspray 23 Personen leicht verletzt.
    Insgesamt wurden durch das Pfefferspray 23 Personen leicht verletzt. Foto: Heinz Reiß

    Insgesamt 22 Kinder und eine Lehrerin wurden leicht verletzt, weil sie das Reizgas eingeatmet hatten. Sie klagten über Atembeschwerden, Husten sowie gerötete und brennende Augen. Zwölf von ihnen wurden in Krankenhäuser nach Ingolstadt und Neuburg gebracht. Ersten Erkenntnissen zufolge ist bei ihnen allen aber nur eine ambulante Behandlung vonnöten.

    Die Polizei spricht von "jugendlichem Leichtsinn"

    Rettungskräfte kümmerten sich um die Schülerinnen und Schüler an der Gebrüder-Asam-Mittelschule.
    Rettungskräfte kümmerten sich um die Schülerinnen und Schüler an der Gebrüder-Asam-Mittelschule. Foto: Heinz Reiß

    Wie die Polizei mitteilt, hatte es sich bei der Pfefferspray-Attacke wohl um eine ziemlich spontane Aktion der 14-Jährigen gehandelt. Als „jugendlichen Leichtsinn“ bezeichnete ein Polizeisprecher die Tat.

    Das Pfefferspray ist frei verfügbar

    Der Einsatz an der Gebrüder-Asam-Mittelschule in Ingolstadt dauerte mehr als zweieinhalb Stunden.
    Der Einsatz an der Gebrüder-Asam-Mittelschule in Ingolstadt dauerte mehr als zweieinhalb Stunden. Foto: Heinz Reiß

    Ein Mitschüler hatte das frei verkäufliche Tierabwehrspray mit in die Schule gebracht – und die 14-Jährige hatte es sich offenbar geschnappt. In der Aula hatte es sie dann ausprobieren wollen – mit weitreichenden Folgen. Als eine Gruppe von Schülern und Schülerinnen unterschiedlicher Klassen gegen Ende der Pause den Bereich querte und zurück in ihre Klassenzimmer wollte, gingen die Kinder direkt durch eine Wolke der unsichtbaren Gase.

    Die Polizei Ingolstadt ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung

    Auch ein Rettungshubschrauber wurde gerufen, nachdem eine 14-Jährige Pfefferspray an der Gebrüder-Asam-Mittelschule versprüht hatte.
    Auch ein Rettungshubschrauber wurde gerufen, nachdem eine 14-Jährige Pfefferspray an der Gebrüder-Asam-Mittelschule versprüht hatte. Foto: Heinz Reiß

    23 Personen wurden schließlich verletzt, die 14-Jährige selbst aber nicht. Der Verdacht war aber schnell auf das Mädchen gefallen, denn sie war beim Versprühen des Sprays beobachtet worden. Auf die Schülerin werden nun Ermittlungen wegen des Verdacht auf gefährliche Körperverletzung zukommen. Über eine mögliche Strafe wird das Jugendgericht entscheiden, hier steht allerdings der erzieherische Gedanke im Mittelpunkt.

    Die Feuerwehr Ingolstadt stellte keine Belastung in der Luft mehr fest

    Die betroffenen Bereiche der Mittelschule wurden daraufhin evakuiert und gelüftet. Die Feuerwehr konnte bei anschließenden Messungen kein Reizgas in der Luft mehr feststellen. Nach gut zweieinhalb Stunden war der Großeinsatz gegen 13 Uhr wieder beendet. Die Fronhofer-Realschule und das Apian-Gymnasium, die ebenfalls zum Schulzentrum Südwest gehören, waren von den ganzen Maßnahmen nicht betroffen.

    Vor Ort an der Mittelschule war auch ein Rettungshubschrauber

    Vor Ort waren ein Rettungshubschrauber, vier Notärzte sowie fünf Rettungswagen, mehrere Schnelleinsatzgruppen des Roten Kreuzes sowie der Johanniter und die Polizei. Die Feuerwehr war mit Kräften der Berufsfeuerwehr sowie den Freiwilligen Feuerwehren aus Hundszell und Haunwöhr im Einsatz.

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