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Julia Israelian & Friends in der Schlosskapelle: Großes „Kleines Konzert“ zum Auftakt

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Julia Israelian & Friends in der Schlosskapelle: Großes „Kleines Konzert“ zum Auftakt

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    Die Gesangsklasse von Julia Israelian (mit Blumen) und das Cellotrio von David Tsadaia erfreuten die Konzertbesucher in der Schlosskapelle mit einem bunten Melodienreigen von Barock bis Moderne
    Die Gesangsklasse von Julia Israelian (mit Blumen) und das Cellotrio von David Tsadaia erfreuten die Konzertbesucher in der Schlosskapelle mit einem bunten Melodienreigen von Barock bis Moderne Foto: Andrea Hammerl

    Zum Saisonauftakt der Kleinen Konzerte in der Schlosskapelle erfreute die Gesangsklasse der VHS unter Leitung von Julia Israelian die Besucher mit einem bunten Melodienstrauß aus Oper, Operette, Musical, Filmmusik, Liedern der Romantik und Schlagern des 20. Jahrhunderts. Als Kontrastprogramm oder „erholsame Pause zwischen den Gesangsstücken“, wie Sabine Ammler die drei Cellisten ankündigte, gefiel das Cello-Trio mit Christoph Sax und Johannes Köstner unter Leitung von David Tsadaia mit Sonaten der Barockkomponisten Georg Friedrich Händel und Benedetto Marcello.

    Das Programm von Julia Israelian & Friends umspannt 400 Jahre Musikgeschichte

    Ein eher großes „Kleines Konzert“, denn der musikalische Bogen spannte sich nicht nur vom Barock bis in die Moderne, sondern sprengte mit fast zwei Stunden Dauer auch den üblichen Zeitrahmen. Dafür belohnten sieben Sängerinnen und zwei Sänger das Ausharren auf den harten Kirchenbänken mit hörenswerten Darbietungen auf hohem Amateurniveau. Aus dem Damenreigen stach Dieter Eibl mit seinem klangschönen Bariton heraus und ließ die Herzen schmelzen mit „Tonight“ aus der „West Side Story“ und dem Operettenlied „Das Herz ist nur ein Uhrwerk“. Sein flottes Duett „Und die Musik spielt dazu“ mit Brigitte Clemens bildete zu Recht den krönenden Abschluss.

    Alfred Skov, mit 91 Jahren unangefochten der Senior, wagte sich als Solist an den „Gefangenenchor“ aus Verdis Nabucco, die Jüngste in der Runde, Carina Strobl, sang mit der Filmmusik aus dem Jahr 1991 „Beauty and the Biest“ das modernste Lied. Mit Augenzwinkern schwärmte Walburga Bauch von „Bel Ami“. Noch mehr Temperament zeigte Sabine Ammler, die das Gefühlschaos in Cherubinos Arie „Ich weiß nicht, wo ich bin, was ich tue“ aus „Figaros Hochzeit“ so richtig auslebte und mit viel Verve zuvor „Ich tanz mit dir ins Himmelreich“ von Emmerich Kálmán dargeboten hatte. Eine ähnliche Auswahl hatte Brigitte Clemens getroffen, die den langsamen Walzer „Ich tanze mit dir in den Himmel hinein“, eine Filmmusik von Friedrich Schröder gefühlvoll intonierte und sich mit der Cavatine „Sagt holde Frauen“ ebenfalls für Mozart und „Figaro“ entschied.

    Die Schülerinnen und Schüler von Julia Israelian zeigen in der Schlosskapelle ihr Können

    Sigrid Schlüter widmete sich mit Inbrunst Liebesliedern aus Operetten von Franz von Suppé und Franz Lehar, Annette Lang und Uta Südhaus gaben sich romantisch-melancholisch im Duett „Abschiedslied der Zugvögel“ und gefielen auch als Solistinnen mit Werken von Schubert, Gluck und Händel. Ein gelungener, musikalisch vielseitiger Auftakt der Kleinen Konzerte. Julia Israelian, die versiert und einfühlsam am Klavier begleitete, kann sich mit ihren Gesangsschülern hören lassen.

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