Irgendwann im Laufe des Abends kommt einem ein Gedanke: Wo stünde der Birdland-Jazzclub heute wohl ohne Larry Porter? Hätte er eine ähnliche Erfolgsgeschichte schreiben können, wenn der inzwischen 74-jährige US-Pianist 1991 nicht in Wien den sagenumwobenen Bösendorfer-Flügel für Neuburg ausgesucht hätte? Womöglich wäre dann ein anderer Klimperkasten in die Katakomben der Hofapotheke transportiert worden, der bei weitem nicht derart klingende Namen wie Monty Alexander, Michael Wollny, Diana Krall, Mal Waldron, Kenny Barron oder Fred Hersch in die Altstadt gelockt hätte. Denn am guten Klavier erkennt man immer die wahre Klasse eines Jazzclubs. Insofern hat Porter dem Birdland damals vor 35 Jahren einen unschätzbaren Dienst erwiesen, der ihm zeitlebens einen Ausnahmestatus im Keller garantiert.
Neuburg
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