Es ist, mit Verlaub, anstrengend. Ermüdend. Man würde ja so gerne dem rasenden Gedankenfluss des Mannes da vorne auf Schritt und Tritt folgen, seinen grandiosen Sprachskulpturen hinterherhecheln, diese wahnwitzigen Übergänge nachvollziehen, all die Schachtelsätze, vor denen uns unser Deutschlehrer immer gewarnt hat, in ihrer ganzen Genialität erfassen. Doch es geht einfach nicht. Irgendwann drückt das Kleinhirn automatisch auf den Pausenknopf. Das funktioniert vielleicht ein paar Sekunden. Dann haut Max Uthoff schon den nächsten Knaller raus, der so voll auf die Zwölf und unverschämt gut ist, dass man vor Begeisterung fast johlen möchte. Doch bis der gesamte Körper die Situation erfasst hat, ist der bekannte Kabarettist („Die Anstalt“) und aktuelle Träger des Dieter-Hildebrandt-Preises längst wieder zur nächsten Baustelle enteilt. Keine Chance, ihm zu folgen.
Ehekirchen
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