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Nato-Mission in der Arktis: Vier Eurofighter aus Neuburg im Einsatz

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Eurofighter aus Neuburg nehmen an Nato-Mission in der Arktis teil

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    Deutschland stellt für den neuen Arktik-Einsatz der Nato vier Eurofighter bereit. Diese sind am Freitagvormittag in Neuburg an der Donau abgehoben.
    Deutschland stellt für den neuen Arktik-Einsatz der Nato vier Eurofighter bereit. Diese sind am Freitagvormittag in Neuburg an der Donau abgehoben. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

    Es ist eine Mission, mit der wohl zu Beginn des Jahres noch niemand im Taktischen Luftwaffengeschwader 74 in Neuburg gerechnet hat: ein Einsatz für die Nato im hohen Norden, genauer gesagt im Großraum Grönland/Island. An diesem Freitag ging es für vier Eurofighter-Piloten vom Fliegerhorst in Neuburg in ihren Kampfjets in Richtung Arktis. Sie sind Teil der erst vor wenigen Wochen ins Leben gerufenen Nato-Mission „Arctic Sentry“ rund um Grönland.

    Die Nato erhöht ihre Militärpräsenz in der Arktis, um den von US-Präsident Donald Trump angezettelten Grönland-Konflikts weiter zu entschärfen. Verbessert werden soll die Überwachung der riesigen Eisinsel und die Abschreckung der Großmächte Russland und China. Ziel sei die Absicherung eines der strategisch bedeutendsten und zugleich klimatisch herausforderndsten Gebiete. „Es ist keine Grönland-Mission, sondern eine Absicherung der Arktis und des hohen Nordens“, sagte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius am Donnerstag.

    Neuburger Eurofighter im Einsatz der Nato nach Island geschickt

    Deutschland wird sich seinen Angaben im ersten Schritt mit den vier Kampfjets vom Typ Eurofighter aus dem Neuburger Geschwader an dem neuen Nato-Einsatz beteiligen. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz berichtete Pistorius „die Mission habe begonnen, die Eurofighter sind auf dem Weg Richtung Norden.“

    Aufmerksame Beobachter haben gegen 11 Uhr die vier Eurofighter und auch eine Transportmaschine vom Typ A400M über Neuburg-Zell abheben sehen. Auf Island gibt es einen militärischen Nato-Flugplatz in Keflavik, 50 Kilometer von der Hauptstadt Rejkjavik entfernt. Er liegt an der Südwestspitze der Nordmeer-Insel. Dort wird fast der gesamte internationale zivile und militärische Flugverkehr der Insel abgewickelt und dort wird vermutlich auch die Drehscheibe für die Neuburger Jets sein. Zumindest legen das die öffentlich nachverfolgbaren Daten von Flight-Radar nahe. Von dort sind es lediglich 300 Kilometer nach Grönland.

    Kurzfristig musste das Taktische Luftwaffengeschwader 74 in Neuburg den Einsatz in Island realisieren

    Was genau der Auftrag der Eurofighter-Piloten ist und wie lange diese erste Entsendung tatsächlich dauert, ist noch nicht detailiert bekannt. Vermutlich aber wird es vom Ablauf her dem des sogenannten Air-Policing ähneln und die Eurofighter werden jeweils zu zweit den Luftraum über einem bestimmten Gebiet sichern, beobachten und Präsenz zeigen. Wie die Kampfjets bewaffnet sind, wird nicht kommunziert.

    „Wir bitten um Verständnis, dass wir aktuell keine weiterführenden Auskünfte über den Einsatz machen“, so ein Sprecher des Bundesministeriums der Verteidigung auf Nachfrage dieser Redaktion. Nur eines dürfte klar sein: Für das Geschwader in Neuburg war die Teilnahme an der Nato-Mission ein kurzfristiger Auftrag, der innerhalb weniger Tage vorbereitet und umgesetzt werden musste.

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