Am Anfang wirkt alles noch so, wie eine etwas durchgeknallte Boulevardkomödie: eine schräge Familie, in ihrem geschmacklosen Domizil, eingeschlossen, wie in einen mahagonibraunen, mit rotem Samt ausgeschlagenen Edelholzsarg, gefangen in sinnfreien Ritualen und ziellosen Grübeleien. Ein Biotop ganz nach dem Geschmack des Filmemacher-Pärchens Viktor und Sabrina, die hier die ideale Dynastie gefunden zu haben glauben, um ein beispielhaftes Epochen-Porträt ihrer Gegenwart – die 1920er-Jahre - zeichnen zu können. Das ist die Grundkonstellation der Auftragsarbeit „Die Nibelungen – Rang und Drang“, die jetzt im Großen Haus des Stadttheaters Ingolstadt uraufgeführt wurde.
Ingolstadt
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren