OB-Wahl Neuburg: Das hat Besucher bei der Podiumsdiskussion überrascht
Neuburg
„Ideen gibt es genug“: Das sagen Besucher nach der OB-Diskussion in Neuburg
Rappelvolles Kolpinghaus: Nach der Podiumsdiskussion der Neuburger Rundschau zur OB-Wahl sagen die Besucher, was sie überrascht hat und was ihnen noch fehlt.
Im Kolpinghaus wurde nach der OB-Podiumsdiskussion noch lange diskutiert: Viele Besucher schilderten in unserer Umfrage, was sie an dem Abend überrascht hat – und was nicht.Foto: Matthias Schwark
Als die Podiumsdiskussion zur Neuburger OB-Wahl im Kolpinghaus vorbei war, blieben viele Besucher noch draußen stehen und tauschten gegenseitig ihre Eindrücke zu den Kandidaten, aber auch zu den debattierten Themen aus. Die Neuburger Rundschau hat deshalb einige Besucherinnen und Besucher direkt nach Ende der Veranstaltung gefragt: Was hat Sie heute Abend überrascht?
Überraschung: Viele Neuburger besuchen Podiumsdiskussion zur OB-Wahl
Für einen Großteil der Befragten lag die Antwort aber nicht auf der Bühne, sondern im Saal selbst: Der große Andrang hat durchweg positiv überrascht, weniger unerwartet seien dagegen die Kandidaten und Themen gewesen. Die Probleme in Neuburg seien grundsätzlich bekannt – „aber es wurde in der Vergangenheit zu oft drumherum geeiert“, so der Konsens der Befragten.
Ähnlich sieht es auch Manfred Schiele. Der Saal sei „fast schon zu klein“ gewesen, so viele Menschen seien gekommen, betont der 64-Jährige. Inhaltlich habe den Neuburger dagegen wenig überzeugt: Viele Vorschläge habe man „schon oft gehört“. Schieles Erkenntnis nach dem Abend: „Ideen gibt es genug – aber oft fehlt die Umsetzung.“
Volles Haus – klare Themen: Was Besucher nach der OB-Runde wirklich beschäftigt
OB-Wahl in Neuburg: Bilder der Podiumsdiskussion der NR im Kolpinghaus
Volles Kolpinghaus bis unters Dach: Bei der Podiumsdiskussion der Neuburger Rundschau war das Interesse riesig. Fünf Kandidaten stellten sich den Fragen der Heimatzeitung und der Besucher. Die Bilder eines erkenntnisreichen Abends.
Auch Manfred Neumaier fand an den Kandidaten selbst „überhaupt nichts Überraschendes“. Entscheidend sei am Ende für den 67-jährigen Neuburger, ob „am Ende etwas passiert“ – etwa bei der Fußgängerzone in der Innenstadt oder der Fahrradbrücke.
Viele Zuschauer sprachen im Nachhinein auch über den Stil des Abends. Tobias Göbel aus Neuburg fand es überraschend, „dass die OB-Kandidaten alle miteinander so brav geblieben sind“. Inhaltlich sei für den 37-Jährigen aber klar gewesen: „Es geht einfach immer um die Donaubrücke.“ Gleichzeitig wünscht er sich, dass Themen für die Jugend mehr Gewicht bekommen.
Schätzungsweise 500 Besucher haben die Podiumsdiskussion NR-Live zur OB-Wahl in Neuburg besucht. Foto: Matthias Schwark
Die Donaubrücke war auch für Simone Niggl aus Neuburg das dominante Thema. Überraschend fand sie allerdings den Gesamteindruck auf der Bühne: „Alle Kandidaten sind sehr seriös und kompetent rübergekommen.“ Gerade in der Kommunalpolitik sei das nicht immer der Fall, so die 36-Jährige.
Für Birgit Kellerer aus Neuburg überwog der deutliche Blick auf einzelne Auftritte. Nach der Diskussionsrunde sagte die 68-Jährige, dass sie „eigentlich kein Fan von Florian Herold“ sei – umso mehr habe sie überrascht, dass Herold auf der Bühne „eine echt gute Figur gemacht hat“. Gefallen habe ihr außerdem, dass auch die Wohnungssituation für ältere Menschen Thema war.
Zwischen Interesse und Skepsis: So reagiert das Publikum auf die OB-Diskussion der NR
Voller Saal im Kolpinghaus: Nach der Podiumsdiskussion zur OB-Wahl tauschten viele Besucher ihre Eindrücke aus – so manches hat das Publikum an diesem Abend überrascht.Foto: Matthias Schwark
Einen skeptischeren Blick hat Diana Strassburg aus Neuburg. Florian Herold habe sich zwar „besser als erwartet“ behauptet. Inhaltlich blieben ihr aber einige Zweifel: „Viele Aussagen klingen gut“ – sie frage sich nach dem Abend nur, warum bei Themen wie der Fahrradbrücke trotz angeblicher Einigkeit im Stadtrat seit Jahren diskutiert werde, statt in die Umsetzung zu kommen. Ausgezeichnet gefallen hätten ihr vor allem die Zwischenrunden mit der Rot-Grün-Kelle sowie die kritischen Fragen der Moderatoren.
So unterschiedlich die Antworten auch ausfielen: Die großen Neuburger Baustellen sind den Wählerinnen und Wählern scheinbar schon bekannt. Überraschend war für die meisten vor allem das riesige Publikum im Kolpinghaus. Der Wunsch nach konkreter Umsetzung guter Ideen ist und bleibt der Wunsch aller Befragten – auch nach einer mit vielen guten Redebeiträgen gefüllten Podiumsdiskussion.
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