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Schockanrufe in Neuburg, Ingolstadt und Pfaffenhofen: Call-Center-Betrüger erbeuten insgesamt 81.000 Euro

Ingolstadt/Neuburg

Schockanrufe in Neuburg, Ingolstadt und Pfaffenhofen: Call-Center-Betrüger erbeuten 81.000 Euro

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    Call-Center-Betrüger haben in den vergangenen Tagen in der Region 10 insgesamt 81.000 Euro erbeutet.
    Call-Center-Betrüger haben in den vergangenen Tagen in der Region 10 insgesamt 81.000 Euro erbeutet. Foto: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolbild)

    Gleich vier Personen sind in den vergangenen Tagen in der Region 10 Opfer sogenannter „Call-Center-Betrüger“ geworden. Wie die Polizei mitteilt, wurden die Geschädigten mit der bekannten Masche, dass ein naher Angehöriger einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe und nur eine Barzahlung eine Haft verhindern könne, dazu gebracht, Bargeld in Höhe von insgesamt 81.000 Euro herauszugeben.

    Neuburger Ehepaar übergibt 23.000 Euro an Betrüger

    So gelang es den Tätern am Donnerstagnachmittag, ein Rentnerehepaar im Alter von 87 und 89 Jahren in Neuburg zur Herausgabe von rund 23.000 Euro zu bewegen. Erst in der Nacht wurde der Betrug bekannt, als die vermeintlich inhaftierte Tochter Kontakt zu den Eltern hatte. Bereits gegen 14 Uhr am Donnerstag wurde ein 85-Jähriger aus Manching von den Tätern kontaktiert. Ein Abholer, der sich zudem längere Zeit im Haus des Rentners aufgehalten hatte, erbeutete rund 28.000 Euro.

    Täter erbeuten mit Schockanruf 30.000 Euro von einer 65-Jährigen aus Ingolstadt

    Bereits am Mittwoch waren die Betrüger zudem in Ingolstadt erfolgreich. Hier gelang es den Tätern mit derselben Masche, 30.000 Euro von einer 65-jährigen Frau aus dem Nordwesten der Stadt zu erbeuten. Die Kriminalpolizei Ingolstadt hat in allen Fällen die Ermittlungen übernommen, warnt erneut vor den Betrügern und gibt folgende Tipps zur Prävention:

    • Beenden Sie das Telefonat, wenn Sie sich unter Druck gesetzt fühlen.
    • Geben Sie am Telefon niemals Auskunft über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
    • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen.
    • Die echte Polizei wird niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen fordern, um Ermittlungen durchzuführen oder um Kautionen zu stellen. Auch die Forderung hoher Summen für angeblich dringend notwendige Medikamente zur Behandlung von Verwandten ist eine perfide Masche der Betrüger.
    • Rufen Sie den angeblich betroffenen Angehörigen daher unter der Ihnen bekannten Nummer an.
    • Die Polizei kontaktiert Sie niemals unter der Polizeinotrufnummer 110, das machen nur Betrüger. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie die Nummer 110. Aber nutzen Sie dafür nicht die Rückruftaste.
    • Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu (Verwandte, Nachbarn, Freunde).
    • Sprechen Sie auch mit Ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter.

    Weitere Informationen zum Thema Schockanruf finden sich im Internet auf den Seiten der Präventionskampagne „LEG AUF“. (AZ)

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