Wie erging es Frauen aus dem Hochadel im Spätmittelalter, wenn sie gegen das ihnen zugewiesene Rollenbild rebellierten? Zwei Beispiele, ein gelungenes, das zu Selbstbestimmung und einer nicht standesgemäßen Ehe führte, und ein weiteres missglücktes, das mit Kerkerhaft bestraft wurde, werden in der aktuellen Sonderausstellung im Schloss Neuburg lebendig. Die Ausstellung „Ehebande – (Ohn-)Macht der Frauen?“ erzählt exemplarisch die abenteuerlichen Schicksale der Margarethe von Brandenburg (1412 bis 1465) und ihrer Nichte Barbara von Brandenburg (1464 bis 1515), die sich dagegen wehrten, aus politischem Kalkül verheiratet zu werden. Töchter des Hochadels waren im Mittelalter Spielbälle der Politik und wurden von Vätern, Brüdern oder anderen (männlichen) Verwandten auf dem Heiratsmarkt verschoben.
Neuburg
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