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Spargelmarkt in Neuburg eröffnet

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Spargelmarkt eröffnet: Große Nachfrage nach grünem und weißem Spargel

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    OB Bernhard Gmehling erwies sich einmal mehr als versierter Spargelschäler.
    OB Bernhard Gmehling erwies sich einmal mehr als versierter Spargelschäler. Foto: Winfried Rein

    Als kompetenter Gegner ist der Oberbürgermeister bekannt, aber diesmal musste Bernhard Gmehling beim Spargelschälen Kartoffelkönigin Elena Heckl den Vortritt lassen. Das Wettschälen gehörte zum Auftritt des Erzeugerverbandes beim Neuburger Wochenmarkt.

    Es war ein weiterer Marketingtermin für das Schrobenhausener Edelgemüse. Und zwar mit Erfolg: Die Kundschaft kaufte fleißig Spargel der Klasse 1 für 15 Euro, Hohlspargel für neun Euro, Babyspargel und die grünen Stangen. „Der grüne Spargel liegt im Trend“, das hat auch Fachberater Peter Strobl beobachtet. Vor allem die junge Generation schätzt den grünen Spargel, den man in der Pfanne braten kann.

    Neuburger Wochenmarkt: Die steigenden Temperaturen lassen den Schrobenhausener Spargel wachsen

    Stadtrat Klaus Babel bewies Küchenfertigkeit und gewann seinen Schälwettbewerb. Die Stadtkapelle spielte dazu und Moderator Georg Thaller erklärte die Versuche des Oberbürgermeisters, den Spargel fachgerecht mit dem Stecheisen aus dem Boden zu holen. Zuvor hatte Klaus Benz den Stab an Georg Thaller weitergegeben - nach über 30 Jahren Moderation beim Volksfest, Weihnachtsmarkt und Spargelmarkt.

    Der Erzeugerverband bedankte sich bei Oberbürgermeister Gmehling für zwei Jahrzehnte Unterstützung in der Vermarktung. Spargel gebe es bei steigenden Temperaturen in der kommenden Woche genug, da ist sich Fachberater Strobl sicher, „aber die Mengen müssen auch Tag für Tag verkauft werden.“ Große Betriebe wie seiner in Schrobenhausen oder Sigllechner in Hohenwart ernten bis zu 15 Tonnen Spargel täglich und liefern an Großabnehmer wie Aldi und Edeka. 100 Erntehelfer pro Betrieb holen den Spargel von den Feldern und sortieren die Ernte mit maschineller Hilfe.

    Gut sortierter grüner und weißer Spargel auf dem Neuburger Wochenmarkt.
    Gut sortierter grüner und weißer Spargel auf dem Neuburger Wochenmarkt. Foto: Winfried Rein

    Weil die Erzeuger 40 Prozent für Personalkosten aufbringen müssen, hadern sie mit dem neuen Mindestlohn. Länder wie Griechenland tun sich da leichter, so der Fachberater, „sie können billigen Spargel exportieren“. Die schrumpfende Gewinnmarge sei hauptverantwortlich für den Rückgang der Anbauflächen in Deutschland. Mit rund 22.000 Hektar bleibt Spargel aber das flächenstärkste Gemüse in Deutschland. Etwa 1300 Betriebe – überwiegend familiengeführt – bauen das Edelgemüse an. Die jährliche Erntemenge liegt bei über 100.000 Tonnen, 20 Prozent davon entfallen auf grünen Spargel. Die rund 50 Schrobenhausener Erzeuger können ihre 700 Hektar auf leichten, sandigen Böden noch stabil halten und effektiv bewirtschaften. Viele Kleinbetriebe allerdings mussten aufgeben.

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