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9. Neuburger Stadtlauf: Pirmin Frey lässt aufhorchen

9. Neuburger Stadtlauf

Pirmin Frey lässt aufhorchen

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    Tolle Leistung: Die zahlreichen Kinder und Jugendlichen absolvierten ihre 1800 Meter-Strecke flink wie die Wiesel. Als verdienten Lohn gab es bei der Zielankunft viel Applaus von den Zuschauern.
    Tolle Leistung: Die zahlreichen Kinder und Jugendlichen absolvierten ihre 1800 Meter-Strecke flink wie die Wiesel. Als verdienten Lohn gab es bei der Zielankunft viel Applaus von den Zuschauern.

    Neuburg Leichtathleten, speziell die Läufer, gelten von Haus aus als hart gesottene Sportler. Egal ob Hitze, Kälte, Wind, Regen oder Schnee – die äußeren Bedingungen spielen für die „Experten“ zumeist nur eine untergeordnete Rolle. So auch beim gestrigen 9. Neuburger Stadtlauf, der zum traditionellen Neuburger Rundschau-Laufcup zählt. Denn als Oberbürgermeister Dr. Bernhard Gmehling um Punkt 10.30 Uhr am Schrannenplatz den Startschuss für die insgesamt 234 Läufer und Nordic Walker des Hauptlaufes über 7500 Meter gab, öffnete der Himmel seine Schleusen – und reicherte die ohnehin schon abwechslungsreiche Strecke kurzerhand noch mit „einigen Cross-Passagen“ (TSV-Abteilungsleiter Hermann Schottnar), sprich Pfützen und phasenweise etwas rutschigem Untergrund, an.

    Während doch der eine oder andere „Newcomer“ mit den nun etwas schwierigeren Bedingungen zu kämpfen hatte, marschierten die „Profis“ problemlos vorne weg. Als Erster überquerte nach 25.36,37 Minuten Stefan Egerer (LG Kreis Ansbach), der zugleich seine Premiere beim Neuburger Stadtlauf feierte, die Ziellinie am Schrannenplatz. Schnellste Frau war Claire Perrin von der LG Stadtwerke München, die die gleiche Strecke in hervorragenden 29.09,94 Minuten absolvierte.

    Die größte Überraschung des Tages lieferte allerdings ein junger Lokalmatador ab. Der erst 15-jährige Neuburger Pirmin Frey (startet für den MTV Ingolstadt), der in der vergangenen Woche bei den deutschen Jugend- und Juniorenmeisterschaften im Triathlon den ausgezeichneten sechsten Platz belegt hatte, kam unmittelbar hinter TSV-Athlet und Routinier Yannic Willemin (27.10, 81 Min.) in einer bärenstarken Zeit von 27.12,75 Minuten als Gesamtfünfter (!) ins Ziel. Eine Leistung, die um so höher einzuschätzen ist, da es für Frey nicht nur der allererste Lauf über eine derartige Distanz war, sondern er – aufgrund seines Alters – eigentlich in der Schüler-Klasse B über 1800 Meter hätte starten dürfen beziehungsweise müssen.

    „Für die Tatsache, dass das meine Premiere über eine solch lange Strecke war und ich daher auch nicht gewusst habe, wie ich mir meine Kräfte einteilen muss, ist es doch ganz gut gelaufen“, strahlte der Youngster, der es in seiner Parade-Sportart Triathlon „nur“ mit einem 2,5 Kilometer langen Lauf zu tun hat. „Auch wenn das Laufen meine Lieblingsdisziplin ist, so war es auf die jetzige Distanz schon eine sehr große Umstellung“, berichtet Frey, der dementsprechend an der Staustufe in Bittenbrunn „erstmals ziemlich schwere Beine“ bekam. „Doch danach ist es dann wieder ganz gut gegangen und ich konnte mein Tempo bis zum Ende durchlaufen.“ Sowohl Unterstützung auf der Strecke als auch hinterher ein dickes Kompliment bekam das große Talent dabei vom Neuburger Yannic Willemin, mit dem es den größten Teil der 7500 Meter gemeinsam abspulte. „Pirmin hat wirklich eine erstklassige Leistung abgeliefert und ist für sein Alter schon sehr weit. In zwei oder drei Jahren kann ihm in diesem Feld keiner mehr das Wasser reichen“, ist Willemin überzeugt.

    Doch nicht nur die „Großen“, auch die „Kleinen“ kamen gestern voll und ganz auf ihre Kosten. Der Veranstalter TSV 1862 Neuburg hatte für die Schüler eine 1800 Meter lange und flache Strecke ausgesucht, auf der sich der Nachwuchs entsprechend austoben konnte. In ihrem Element waren dabei auch die rund 15 „Kids“ des heimischen TSV, die von Sepp Lang und Carina Mnich zweimal wöchentlich (Dienstag und Donnerstag, jeweils von 17 bis 18.30 Uhr/TSV-Sportanlage) trainiert werden. „Wir haben uns auf diesen Lauf eigentlich gar nicht speziell vorbereitet“, berichtet Lang. Vielmehr ginge es bei einer derartigen Veranstaltung „in erster Linie um den Spaß an der Sache sowie für jeden jungen Athleten auch einmal darum, seine eigenen Grenzen festzustellen“. Als verdienten Lohn gab es bei der Zielankunft jede Menge Applaus, Anfeuerungsrufe – und hinterher natürlich die begehrten Urkunden.

    neuburger-rundschau.de/bilder

    Zahlreiche Bilder vom 9. Stadtlauf

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