Herr Zeller, lieben Sie eigentlich Drama oder bevorzugen Sie es doch eher beschaulich und gemütlich?
JONAS ZELLER: (lacht) Wenn ein längerer Abschnitt zu Ende geht, macht man sich ja in der Regel doch Gedanken über das, was man in diesem Zeitraum alles erlebt hat. Nachdem ich im Jahr 2018 zunächst als Co-Trainer zur SpVgg Joshofen-Bergheim gewechselt bin, gab es seitdem eigentlich keine einzige „ruhige“ Saison. Entweder haben wir um den Auf- beziehungsweise Abstieg gespielt oder es war die Corona-Pandemie. Grundsätzlich bin ich sicherlich niemand, der etwas gegen ein bisschen Drama oder Nervenkitzel hat. Aber ob wir das auch in dieser Saison wieder einmal bis zum letzten Spieltag gebraucht hätten, steht auf einem anderen Blatt. Am liebsten habe ich eine gesunde Mischung aus Drama und „Nicht-Drama“. Was ich in den vergangenen acht Jahren bei der SpVgg Joshofen-Bergheim miterlebt habe, erleben andere Trainer oder auch Spieler in ihrer ganzen Karriere nicht (lacht).
Nun ist es aber so, dass es am Samstag (14 Uhr) daheim gegen den FC Horgau doch noch zum „Showdown“ im Kampf um den Klassenerhalt kommt. Hätten Sie auf einen solchen Nervenkitzel in Ihrem letzten Punktspiel als Trainer der SpVgg Joshofen-Bergheim gerne verzichtet oder mögen Sie solche Partien vielmehr?
ZELLER: Natürlich sind solche Begegnungen, in denen es um etwas geht, auch geil. Allerdings denke ich da eher an Partien, in denen es um den Aufstieg geht. In Spielen um den Abstieg spielt sicher auch die mentale Belastung für das ganze Team oder den Verein eine noch größere Rolle. Letztlich spielst du ja genau deswegen Fußball, um derartige Partien zu absolvieren. Dennoch hätte sich aber wohl kaum jemand beschwert, wenn wir bereits am vergangenen Sonntag in Ecknach (0:4) bereits den Klassenerhalt perfekt gemacht und somit ein ruhiges Spiel am Samstag gegen Horgau gehabt hätten. Gleichzeitig muss man aber auch eines sagen.
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