Mit insgesamt 36 Punkten aus bisher 19 absolvierten Partien verabschiedete sich der VfR Neuburg in die Winterpause der Bezirksliga Schwaben Nord. Der aktuelle Tabellenvierte hat drei Punkte Abstand auf den zweiten Tabellenrang und befindet sich somit mitten unter den Verfolgern der Aufstiegsplätze. Vor allem im Gegensatz zur vergangenen Saison, in der man zur Winterpause nur knapp über den Abstiegsrängen agierte, scheinen die Lila-Weißen in dieser Saison mehr den eigenen Ansprüchen gemäß zu werden. Co-Trainer Sebastian Habermeyer spricht von einer bisher gelungenen Saison: „Im Grundsätzlichen kann man zufrieden sein“, fasst der Mittelfeldakteur des VfR Neuburg zusammen und fügt an: „Wir hatten sowohl Partien, die gut waren als auch Spiele, die sehr verbesserungswürdig gewesen sind.“ Insgesamt nimmt der Spielertrainer die vergangene Saison als potenziell positiven Vergleich: So habe man die aktuelle Punktemarke von 36 Punkten damals erst nach 30 Spieltagen erreicht. Diese Saison habe man elf Spieltage zuvor die gleiche Punkteausbeute ergattert.
Einige Punkte haben die Lila-Weißen leichtfertig verspielt
Dennoch haben die Lila-Weißen laut Habermeyer in einigen Partien mögliche Punkte leichtfertig verspielt, sodass eine höhere Tabellenposition durchaus möglich gewesen wäre. Vor allem die Hinspielniederlage gegen den FC Horgau (1:2) als auch die knappe Niederlage gegen den VfL Ecknach (0:1) blieben dem Spielertrainer im Kopf: „Wir haben nicht immer 100 Prozent auf den Platz gebracht.“ Dabei spricht der Mittelfeldakteur vor allem über spielerisch schlechtere Gegner, welche ihr „Herz auf dem Platz“ lassen. So habe man sich vor allem gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel schwerer getan als gegen die Topteams der Liga. „Wir haben oftmals das körperbetonte Spiel unserer Gegner nicht direkt angenommen und uns deshalb schwergetan.“
An Leidenschaft fehle es der Mannschaft dennoch nicht. Vor allem im offensiven Pressing gehören die Lila-Weißen zu den laufstärksten Mannschaften der Liga. Verbesserungsbedarf sieht der Spielertrainer dennoch: „Wir müssen nochmals mehr unsere Fehler im Aufbau minimieren und von Beginn an Präsenz zeigen.“ Daneben sei die Kontinuität laut Habermeyer das letzte Bisschen, was fehle, um mit den obersten Tabellenrängen mithalten zu können. So habe man eine talentierte Truppe, welche vor allem von den spielerischen Fähigkeiten zu den Top-Mannschaften der Liga gehöre. Der Unterschied sei jedoch, dass man es bisher nicht schaffe, die genannte Qualität jede Woche auf den Platz zu bringen.
Spieler aus der eigenen Jugend brinken frischen Wind in die Mannschaft
An Entwicklung innerhalb des Teams scheitere es jedoch derweil nicht. Bisher habe es die junge Mannschaft geschafft, wichtige Entwicklungsschritte innerhalb der Saison zu vollziehen. Vor allem der Konkurrenzkampf auf verschiedenen Positionen komme der Mannschaft zugute: „Durch unsere mehrfache Positionsbesetzung muss jeder noch einmal mal mehr im Training und auch im Spiel geben,“ erklärt der Spielertrainer und fügt an: „Wir haben auch während der Saison unsere taktischen Anweisungen an unser Spielermaterial angepasst.“
Ein weiterer Trend war zusätzlich der Einsatz von jüngeren Spielern aus der eigenen Jugend. Diese würden laut dem Trainerteam frischen Wind in die Mannschaft bringen und den Konkurrenzkampf anstacheln. „Die jüngeren Spieler drängen uns seit längerer Zeit mit guter Leistung auf und so spielen sie sich quasi von selbst in die erste Elf“, erklärt Habermeyer. Ein exemplarisches Beispiel sei laut dem Spielertrainer Robert Hößl gewesen, welcher sich in der vergangenen Spielzeit über gute Leistungen beweisen konnte.
Auch deshalb werde es laut dem Spielertrainer keine großen Veränderungen innerhalb des Kaders in der Winterpause geben. So seien keine Transfers in den Wintermonaten geplant und man werde mit dem gleichen Kader in das neue Jahr starten. Obwohl sich in der bisherigen Saison noch kein echter Torjäger entwickelt hat, werde der VfR Neuburg nicht im offensiven Bereich nachlegen. Aktueller Topscorer ist Nikolai Krzyzanowski mit acht Toren, knapp gefolgt von Philippe Bauer mit sieben Treffer. Habermeyer spricht von der Unberechenbarkeit der Mannschaft: „Wenn sich die Tore auf mehrere Schultern verteilen, ist es schwerer , gegen uns zu verteidigen. Deshalb ist es gut für uns, dass wir nicht von einem einzelnen Spieler offensiv abhängig sind.“
Maximilian Christl wechselt vom VfR zum BSV Neuburg
Der erste Abgang im Sommer stehe wiederum fest: Der Defensivakteur Maximilian Christl wird zur kommenden Saison als Spielertrainer für den BSV Neuburg auflaufen. Der Wechsel sei laut Habermeyer bereits seit längerer Zeit intern angekündigt worden und beide Seiten werden im Reinen auseinander gehen: „Christl ist auch bei uns auf dem Platz immer lautstark und hat neben dem Platz Verantwortung übernommen“, beschreibt Habermeyer den Defensivakteur und fügt an: „Wir glauben, dass es vom Alter der richtige Schritt für ihn ist und stehen seinem Wunsch auf keinen Fall im Weg.“
Das Ziel für die restliche Saison ist weiterhin eindeutig: Die Lila-Weißen wollen weiterhin beharrlich an den vorderen Tabellenrängen dranbleiben und sich spielerisch weiterentwickeln. Vor allem der Start in das neue Jahr sei laut dem Mittelfeldakteur immens wichtig, um Ende März das erste Fazit zu ziehen. Dafür werde man in der Winterpause wieder hart arbeiten, um eine fitte Mannschaft in das Rennen zu schicken.
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