Eine Formsache schien es im Vorfeld für den SV Karlshuld zu sein, den Klassenerhalt in der letzten Partie der Kreisklasse Donau/Isar 2 beim direkten Konkurrenten TSV Rohrbach II einzutüten. Man konnte sich sogar eine 0:3-Niederlage erlauben und wäre gerettet gewesen. Doch an diesem Tag benötigten die Grünhemden schon die Hilfe von Glücksgöttin Fortuna. Denn was die Truppe von Spielertrainer Florian Tarnick ablieferte, war schlichtweg enttäuschend.
Bei böigem Wind wurden die Bälle nur nach vorne geschlagen und die Gastgeber taten sich leicht, die Angriffe abzufangen. Zudem zeigte sich die SVK-Abwehr nicht immer sattelfest. Umso überraschender gingen die Mösler in der 21. Minute durch Pascal Sladkowski in Führung. Somit hatten sie den direkten Torvergleich gegenüber Rohrbach auf stattliche vier Treffer erhöht. Doch die Hausherren witterten ihre geringe Chance, dem SVK doch noch ein Bein zu stellen, nachdem Matthias Kaindl (40.) und Niklas Schabenberger (43.) mit einen Doppelschlag die 2:1-Pausenführung besorgten.
SV Karlshuld gibt nach der Führung das Spiel aus der Hand
„Wir haben nach der Führung das Spiel komplett aus der Hand gegeben“, sagte Tarnick, der mitansehen musste, wie seine Mannschaft den Rohrbachern nur hinterherlief. Alle Felle schienen den Möslern davonzuschwimmen, als Devid Helm (86.) und Matthias Kaindl (90.+4) den Vorsprung auf 4:1 ausbauten und Pech hatten, dass der fünfte Treffer einige Sekunden später wegen einer Abseitsstellung annulliert wurde. Einen Glücksgriff machte Tarnick, als er Nachwuchsspieler Ruben Wander einwechselte, der quasi mit dem Schlusspfiff auf 2:4 verkürzte (90.+5) und Karlshuld damit endgültig die Relegation ersparte.
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