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Starkbierfest in Grasheim erwies sich wieder als Publikumsmagnet

Grasheim

Wenn Bruder Ferdinand von Pleiten, Pech und Pannen erzählt

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    Stehende Ovationen erhielt Fastenprediger Bruder Ferdinand, der sich nach seinem Auftritt zum Bad in die Menge begab, um mit den Zuhörern anzustoßen.
    Stehende Ovationen erhielt Fastenprediger Bruder Ferdinand, der sich nach seinem Auftritt zum Bad in die Menge begab, um mit den Zuhörern anzustoßen. Foto: Andrea Hammerl

    Mit einem Rundumschlag von der Welt- über die Bundes- und Lokalpolitik bis zu kleinen oder größeren Missgeschicken Grasheimer Bürger erfüllte Fastenprediger Bruder Ferdinand (Bockelt) die Erwartungen der Starkbierfestbesucher in Grasheim.

    Zweimal volles Haus, und das zur zehnten Auflage des Starkbierfests - mehr Bestätigung für den Dauerbrenner im Jahresprogramm des Grasheimer Sportvereins geht kaum. Doch nicht nur die Fastenpredigt kam gut an beim Publikum, auch die Theatergruppe des SVG begeisterte mit ihren Sketchen.

    Wirtin Angela Dittenhauser erntete große Begeisterung beim Starkbierfest in Grasheim

    Großen Zuspruch aber erntete vor allem Wirtin Angela Dittenhauser mit einer spontanen Zugabe. Dazu nahm sie Anleihen beim Nockherberg des Bayerischen Rundfunks und holte Stimmen aus dem Publikum zur Fastenpredigt ein. Beginnend natürlich mit „Söder“ – der in Grasheim Matthias Deutsch heißt und „Präsident“ des SVG ist.

    Starkbierfest in Grasheim: Das sind die Bilder

    Ob Fastenprediger, Wirtin oder Theatergruppe: Beim Starkbierfest in Grasheim wurden die Zuschauer bestens unterhalten.
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    Beim Starkbierfest in Grasheim hat Bruder Ferdinand von Pleiten, Pech und Pannen im Grasheimer Dorfleben erzählt.

    Er spielte gerne mit, lobte Bruder Ferdinand, wagte aber auch anzumerken, er sei schon spitzzüngiger gewesen. Worauf Angela Dittenhauser gleich Deutschs Ehefrau Cordula befragte, die die leise Kritik ihres Mannes in ein dickes Lob für den Fastenprediger umwandelte.

    Auch die übrige Grasheimer Prominenz ließ sich nicht lumpen und spielte mit, wenn das Mikro nahte. Nur einer durfte nicht mitmachen, der „frühere Grasheimer Bürgermeister“. An Peter Märtl lief sie vorbei mit den Worten: „Tut mir leid, Peter, du kommst nicht dran, die Leute wollen ja heute noch heimgehen.“

    Wirtin Angela Dittenhauser sorgte nicht nur mit Starkbier und deftigen Schmankerl für das leibliche Wohl der Gäste, sondern entpuppte sich auch als geniale Moderatorin, die in Nockherberg-Manier Stimmen zur Fastenpredigt einholte, allen voran bei SVG-Vorsitzendem Matthias Deutsch.
    Wirtin Angela Dittenhauser sorgte nicht nur mit Starkbier und deftigen Schmankerl für das leibliche Wohl der Gäste, sondern entpuppte sich auch als geniale Moderatorin, die in Nockherberg-Manier Stimmen zur Fastenpredigt einholte, allen voran bei SVG-Vorsitzendem Matthias Deutsch. Foto: Andrea Hammerl

    Als Feuerwehrvertreter bekam Daniel Biber das Wort und nutzte die Chance für augenzwinkerndes Eigenlob. Was besonders vor dem Hintergrund erheiterte, dass Biber nicht nur begnadeter Komödiant der Theatergruppe ist, sondern sich als Teil des Duos „Grasheimer Dorfheilige“ schon mal Fernduelle mit Bruder Ferdinand liefert.

    Bei der Fastenpredigt gab es Pleiten, Pech und Pannen aus Grasheim

    „Ich möchte mal wissen, wer dem immer so viel erzählt“, fragte Verena Schabel kopfschüttelnd. Womit sie sich auf einen Internet-Einkauf ihrer Mutter bezog, den Bruder Ferdinand genüsslich ausgebreitet hatte. Denn „Sue Ellen Helga Lehmeier, wohnhaft auf der Verena Ranch in Grasheim-Sibirien“ hatte als vermeintliches Schnäppchen einen Adventskalender mit 24 Piccoloflaschen gleich zweimal – für sich und die Tochter – bestellt. Nur um dann festzustellen, dass das Paket verdächtig leicht war und der Kalender nur leere Plastikfläschchen enthielt.

    Die Theatergruppe des SV Grasheim mit Petra Fröhlich (von links), Katja, Andrea und Werner Hecht, Michaela Raab und Amelie Martin nahm mit ihrem Chatgruppen-Sketch moderne Kommunikation auf die Schippe.
    Die Theatergruppe des SV Grasheim mit Petra Fröhlich (von links), Katja, Andrea und Werner Hecht, Michaela Raab und Amelie Martin nahm mit ihrem Chatgruppen-Sketch moderne Kommunikation auf die Schippe. Foto: Andrea Hammerl

    Wie meist kamen auch diesmal Pleiten, Pech und Pannen aus dem eigenen Ort am besten an beim Publikum. Ob das nun die Schnittwunde von Bäckermeister Karl Lederer war, die der sich zuzog, als er frischvermählt ein Herz aus einem Bettlaken schneiden sollte, um mit seiner Braut hindurchzusteigen, oder die Schlauchbootfahrt auf der Ach von Manni Müller, Marvin Kohou und Marco Kutscherauer, die unfreiwillig an einem Nagel endete.

    Oder der Fettnapf, in den ein FW-Wahlkämpfer trat, um die Erlaubnis eines Grundstücksbesitzers zum Aufstellen von Wahlplakaten zu bekommen und bei der Ex-Frau insistierte, sie müsse doch wissen, wann ihr Mann wiederkomme. Pointiert auch die Wahlanalysen des Fastenpredigers, der Bürgermeister Michael Lederer alias „Pate Michel Lederone“ als „multiple Persönlichkeit mit transgender Zügen“ identifizierte, nachdem der sich auf einer Wahlveranstaltung auch als Bianca Glöckl, Werner Hecht, Brigitte Fleischmann und Manfred Pelzer vorgestellt hatte.

    Für Lacher in Grasheim sorgten die Rechenkünste des Fastenpredigers

    Noch-Landrat Peter von der Grün wurde bescheinigt, „der unbeliebteste Landrat seit Kurfürst Ottheinrich“ gewesen zu sein. Vizelandrätin Rita Schmidt bekam ihr Fett weg als „Vizelandrätinnenauslaufmodell“ und „Ma Baker“. Federn lassen mussten nicht nur die in „Downtown herrschenden Dukes“ (Die Unabhängigen Karlshulder), sondern auch die Liberi Elettori (Freie Wähler), weil Ma Baker und ihre Blackies einen Pakt mit der Jugendgang „Giovanne Unione“, der mit eigener Liste angetretenen und nun vier Gemeinderäte stellenden JU, geschlossen haben.

    Beste Stimmung herrschte beim Starkbierfest des SV Grasheim, das heuer bereits die zehnte Auflage, also ein kleines Jubiläum, begehen konnte.
    Beste Stimmung herrschte beim Starkbierfest des SV Grasheim, das heuer bereits die zehnte Auflage, also ein kleines Jubiläum, begehen konnte. Foto: Andrea Hammerl

    Für kräftige Lacher sorgten auch die Rechenkünste des Fastenpredigers zur Abwasserkostenberechnung: Fäkalienmenge pro Tonne, geteilt durch Gesamtkilogramm der Einwohner, wobei noch Toilettengänge pro Haushalt, Prozente der Wohnfläche und weitere Faktoren mit hineinspielen.

    Die Theatergruppe unter Leitung von Gerhard Dittenhauser mit Werner, Katja und Andrea Hecht, Michaela Raab, Petra Fröhlich und Amelie Martin begeisterte mit Chatgruppen-Sketchen mitten aus dem Leben, ob es nun um den Nikolaustag der Kitagruppe „Äffchen“ oder Nahrungsunverträglichkeiten ging. Genial auch der Karl-Valentin-Liesl-Karlstadt-Sketch von Daniel Biber und Nicole Blank sowie Gerhard Dittenhauser und Ferdinand Bockelt als ehemalige Schulfreunde, die sich als Räuber und Kripokommissar wiederbegegnen. Die Bavaria Spitzbuam trugen mit Stimmungs- und Tanzmusik zum rundum gelungenen Starkbierfest bei.

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