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Thomas Mack wird die Landkreis-Politik verändern

Kommentar

Was sich mit Thomas Mack als Landrat verändern wird

Reinhard Köchl
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    Blumen oder Vorschusslorbeeren? Thomas Mack bei seiner letzten Sitzung als Weicheringer Bürgermeister.
    Blumen oder Vorschusslorbeeren? Thomas Mack bei seiner letzten Sitzung als Weicheringer Bürgermeister. Foto: Reinhard Köchl

    Was ist das Besondere an Thomas Mack? Wer den zukünftigen Landrat nur auf sein sicheres Auftreten und sein gewinnendes Äußeres reduziert, der denkt viel zu kurz. Der 49-jährige CSU-Politiker ist einer, der seine Parteizugehörigkeit nie zum Credo seines Handelns erheben würde. Mack gilt als Menschenfänger, kann zuhören, muss nicht um jeden Preis seinen Willen durchsetzen, wenn es bessere Vorschläge gibt, und ist ein seltenes Beispiel dafür, wie man auch den politischen Mitbewerber gewinnbringend mit ins Boot holen kann. Wer wissen wollte, warum ihm zwei Drittel der Menschen im Landkreis das Vertrauen schenkten, der hätte nur zu seiner Verabschiedung als Bürgermeister am Montagabend ins Weicheringer Rathaus kommen müssen.

    Immer wieder war da von „einem „einvernehmlichen Miteinander“ die Rede, ganz egal welcher Couleur die gewählten Mandatsträger auch angehörten. Eine ausscheidende Gemeinderätin gestand sogar, dass sie von Mack erst gelernt habe, was Demokratie wirklich bedeutet. Treffender kann man es kaum auf den Punkt bringen.

    Thomas Mack wird auch die anderen Parteien gewinnbringend mit ins Boot hoel

    Eigentlich war das schon immer das Credo von Thomas Mack, und es besteht die berechtigte Hoffnung, dass er diesen Grundsatz auch im Landratsamt aufrechterhält und schon bei der Wahl seiner Stellvertreter einen Vorgeschmack darauf liefert. Denn die Menschen sind den Hass vieler Politiker auf gewählte Mitbewerber oder andere Parteien leid, das unsinnige Schubladendenken, das ganze Hickhack um gekränkte Eitelkeiten, die Rechthaberei um den vermeintlich einzig gangbaren Weg.

    Sie wollen nicht mehr dabei zuzuschauen, wie sie sich von Berlin bis Neuburg gegenseitig zerfleischen, ihr Ego vor das Gemeinwohl stellen und damit automatisch den rechtsextremen Kräften weiter in die Karten spielen. Gerade jetzt sollte es das gemeinsame Ziel aller demokratischen Parteien sein, in erster Linie gute Politik zu machen und Mehrheiten im demokratischen Sektor zu suchen. Nicht nur dafür taugt Thomas Mack als Vorbild.

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