Zu einer tragischen Verkettung von Unfällen kam es in der Nacht auf Mittwoch, 15. April, auf der A9 bei Geisenhausen. Dabei kam ein 21-Jähriger aus dem Bereich Cham ums Leben. Als dieser nach einer Kollision aus seinem Wagen aussteigen wollte, wurde er zweimal von Autos erfasst und starb noch an der Unfallstelle, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord auf Nachfrage mitteilte.
Unfall auf der A9 nahe Dreieck Holledau: 21-Jähriger gestorben
Demnach war der junge Mann gegen 0 Uhr mit seinem Auto in Richtung München unterwegs, dabei zunächst ins Schleudern geraten und unweit des Autobahndreiecks Holledau in die rechte Leitplanke und anschließend in die Betonleitwand in der Mitte gekracht. Der Wagen drehte sich dabei und blieb quer auf der Fahrbahn stehen. Als der Mann nach dem Unfall ausstieg, wurden er und sein Auto von einem nachfolgenden Fahrzeug eines 44-Jährigen aus Halle an der Saale erfasst, wie aus einer Mitteilung der Verkehrspolizeiinspektion Ingolstadt hervorgeht.
Dabei wurde der Mann auf die Gegenfahrbahn der A9 geschleudert, wo er von einem weiteren Auto eines 19-Jährigen aus dem Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm überrollt wurde. Der 21-Jährige starb noch vor Ort an seinen schweren Verletzungen.
Der Beifahrer des jungen Mannes, der ebenfalls aus dem Auto ausgestiegen war, aber nicht erfasst wurde, wurde leicht verletzt. Der 44-jährige Fahrer des Unfallautos, das in den Wagen gekracht war, wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.
Autobahn A9 zwischen München und Ingolstadt über Stunden voll gesperrt
Der Fahrer des Autos, das den jungen Mann in Fahrtrichtung Ingolstadt erfasste, blieb körperlich unverletzt. Mehrere Unfallbeteiligte mussten betreut werden. Der 19-Jährige hatte noch zwei weitere Insassen im Auto. Sie alle standen unter Schock.
Die Autobahn musste auf dem Abschnitt in beiden Richtungen über mehrere Stunden voll gesperrt werden. Erst gegen 5 Uhr am Morgen wurde die A9 wieder freigegeben. Zuvor bildete sich ein Stau über mehrere Kilometer. Die Verkehrspolizei Ingolstadt hat die Ermittlungen übernommen. Nach dem Unfall war auch ein Gutachter vor Ort, um den genauen Unfallhergang zu klären. Es entstand ein Gesamtschaden von geschätzt rund 50.000 Euro.
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