Der Motor hustet kurz und stirbt wieder ab. Man glaubt schon fast, dass das Auto gar nicht mehr anspringt, doch dann erwacht es mit einem knatternden Geräusch zum Leben. Schwerer Ölgeruch hängt in der Luft, als der 64-jährige Dietmar Stelzer, mit seinem Ford Modell T aus dem Jahr 1925 aus der Garage fährt. Das kutschen-ähnliche Auto glänzt in einem tiefen schwarz, nur das Schriftzeichen „Ford“ strahlt golden. Die Karosserie schwebt hoch über dem Boden, getragen von vier schmalen Holzspeichenrädern – sie erinnern an zu groß geratene Fahrradreifen. Über den Rädern liegt auf beiden Seiten ein großes Trittbrett, um in eine der vier Türen einsteigen zu können. Stelzer strahlt über das ganze Gesicht. Der Wagen ist ein großer Teil seiner Lebensgeschichte und sein ganzer Stolz.
Neuburg
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