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Verbandsversammlung der Heimberggruppe: Wenig Wasserverlust, viele Rohrbrüche

Treidelheim

Verbandsversammlung der Heimberggruppe: Wenig Wasserverlust, viele Rohrbrüche

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    Nicht stimmberechtigt war Verbandsvorsitzender Tobias Gensberger, als Kassenprüfer Johannes Stark die Entlastung beantragte, die einstimmig angenommen wurde.
    Nicht stimmberechtigt war Verbandsvorsitzender Tobias Gensberger, als Kassenprüfer Johannes Stark die Entlastung beantragte, die einstimmig angenommen wurde. Foto: Andrea Hammerl

    Der Wasserzweckverband (WZV) Heimberggruppe hat im vergangenen Jahr rund 13.000 Kubikmeter Wasser mehr verkauft als im Vorjahr, obwohl er gut 10.000 Kubikmeter weniger gefördert hat. Was wie ein Taschenspielertrick klingt, führt Verbandsvorsitzender Tobias Gensberger zu 90 Prozent auf den Einbau von Wasserzählern an den Friedhöfen zurück. Früher wurde das Friedhofswasser geschätzt und pauschal mit einem Euro pro Grab abgerechnet, seit 2025 aber läuft es an allen Friedhöfen über Zähler. Während 2024 noch 43.126 Kubikmeter unter der Rubrik „Lösch- und Friedhofswasser“ geführt wurden, waren es 2025 nur noch 20.371 Kubikmeter. „Historisch niedrige Verluste“ durch erfolgreiche Sanierungsmaßnahmen haben ebenfalls zu dem Ergebnis beigetragen. So niedrige Wasserverluste, die weit unter dem Landesdurchschnitt liegen, habe es noch nie gegeben, erklärte Gensberger in der letzten Sitzung der aktuellen Wahlperiode. Die Rohrbrüche stagnieren auf hohem Niveau von 25, auffällig ist, dass fast die Hälfte, nämlich zwölf, auf den Ortsteil Bertoldsheim entfielen, was Wassermeister Karl Biber auf die dort verlegten PVC-Rohre zurückführt.

    Gesamthaushalt des Wasserzweckverbands steigt um rund eine Million Euro

    Alle Beschlüsse fielen einstimmig. Der Gesamthaushalt des WZV steigt um rund eine Million Euro auf 4,08 Millionen Euro (im Vorjahr 3,04). Davon entfallen 1,79 Millionen Euro auf den Verwaltungs- und rund 2,29 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt. Die Rücklagen wurden komplett aufgebraucht, daher werden heuer 28.600 Euro zugeführt, womit die Mindestrücklage von 12.980 Euro wieder vorhanden sei, erklärte Geschäftsleiterin Alexandra Husterer, die den Haushaltsplan vorstellte. Die Schulden steigen von 1,4 Millionen Euro zu Jahresbeginn nach Kreditaufnahme von 450.000 Euro und Tilgung von 300.000 Euro auf 1,55 Millionen Euro am Jahresende.

    Höhere Kosten im Verwaltungshaushalt gehen vor allem auf höhere Lohnkosten zurück, die durch Lohnerhöhungen, Krankheitskosten und Doppelbesetzungen während der Einarbeitungsphasen entstehen oder bereits 2025 entstanden sind. Veranschlagt waren im vergangenen Jahr 388.000 Euro, das Jahresergebnis weist jedoch bereits 407.363 Euro aus. Im Gegensatz zum Vorjahr ist heuer wieder eine Zuführung zum Vermögenshaushalt eingeplant, und zwar von rund 245.000 Euro. Der starke Anstieg des Vermögenshaushaltes um fast 800.000 Euro erklärt sich mit Verbesserungsbeiträgen und damit finanzierten Maßnahmen an Wasserleitungen in allen Ortsteilen. Der Finanzplan für die Jahre 2027 bis 2029 sieht neue Schuldenaufnahmen, erneut für die Wasserleitungen, in den ersten beiden Jahren vor. Für 2029 ist eine Rücklagenzuführung von 1,24 Millionen Euro geplant.

    Hager monierte, dass Gensberger eine Erdrakete ohne Beschluss der Verbandsräte gekauft hatte – das sei noch in der Diskussion gewesen, meinte er. „Ja, das habe ich bestimmt, weil wir es brauchen“, antwortete Gensberger. Ende vergangenen Jahres sei das pneumatische Gerät zur grabenlosen Rohr- und Kabelverlegung aufgrund anstehender Preiserhöhungen noch günstiger gewesen.

    Diskussionen um eigenmächtigen Kauf einer Erdrakte zur Rohrverlegung

    Gemeinsam mit Stellvertreter Georg Hirschbeck hatte Gensberger den 40.000 Euro schweren Auftrag für die neue Hauptleitung des WZV in Hatzenhofen vergeben, um Synergieeffekte mit der von der Marktgemeinde beauftragten Druckleitung in Hatzenhofen zu nutzen. Warum nicht gleich auch die Wasserschieber für die Häuser mit verlegt würden, wollte Johann Muschler wissen. Diese Frage werde ihm oft von Bürgern gestellt. Gensberger gab ihm Recht, das wäre natürlich sinnvoll, die Straße nicht nach kurzer Zeit ein zweites Mal aufreißen zu müssen. Doch in der Kürze der Zeit sei es ihm nicht möglich gewesen, alle Grundstückseigentümer zu kontaktieren. Der Markt Rennertshofen habe ihn erst sehr spät informiert, er habe dann innerhalb eines Tages entscheiden müssen. „Ich bin froh, dass wir es geschafft haben, wenigstens die Hauptleitung mitmachen zu können“, sagte Gensberger.

    Tatsächlich habe es sich zuletzt eingebürgert, erst die Hauptstrecke zu verlegen und später die Anschlüsse. Möglicherweise sei es in Absprache mit der Marktgemeinde möglich, die Feinschicht der Straße erst später anzubringen, sodass nicht komplett aufgerissen werden müsse. Ulrike Polleichtner, ab Mai neue Bürgermeisterin von Rennertshofen, kündigte Gespräche an, um zukünftig rechtzeitig zu kooperieren und zusätzliche Kosten für die Bürger durch mehrfaches Aufreißen der Straßen zu vermeiden.

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