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Nördlingen

09.01.2020

Cybermobbing: Schüler von Maria Stern abgemeldet

Einem Jugendlichen werden Fälle von Cybermobbing an der Nördlinger Realschule Maria Stern vorgeworfen.
Bild: Szilvia Izsó (Archivbild)

Ein Jugendlicher, der seine Mitschüler an der Realschule Maria Stern in Nördlingen belästigt haben soll, ist von der Schule abgemeldet worden.

Der 14-Jährige, der über Monate weg seine Mitschüler an der Nördlinger Realschule Maria Stern belästigt haben soll und schließlich ermittelt werden konnte, nachdem er eine falsche Todesanzeige in unserer Zeitung veröffentlicht hat, ist von der Schule abgemeldet worden.

Schulleiter: An Maria-Stern-Realschule ist Ruhe eingekehrt

Das bestätigt der Direktor des Schulwerks der Diözese in Augsburg, Peter Kosak. Dadurch drohen ihm von Seite der Schule keine Konsequenzen. „Nachdem der Schüler abgemeldet ist, hat das Schulwerk momentan keine privatrechtlichen Mittel mehr in der Hand“, sagt Kosak.

Nach Aussagen des Schulleiters Thomas Möckel soll bedingt durch die Weihnachtsferien inzwischen wieder Ruhe an der Nördlinger Schule eingekehrt sein, teilt Schulwerksdirektor Kosakt weiter mit. Wie berichtet, wurden vier Schüler Opfer von Internetkriminalität.

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Der Tatverdächtige begann mit Anrufen über ein Call-Center, später wurden pornografische Inhalte versandt. Auch Handyverträge und Reisen sollen im Namen der Schüler abgeschlossen worden seien.

Nach Cybermobbing: Das droht dem tatverdächtigen Schüler nun

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm neben Beleidigung und Bedrohung auch sexuellen Missbrauch von Kindern vor, weil er Links mit pornografischen Inhalten an die teils Minderjährigen versandt haben soll. Der 14-Jährige hat die Taten zum Teil eingeräumt.

Anklage wurde bislang noch nicht erhoben. Bereits ab einem Alter von acht Jahren müssen Kinder mit zivilrechtlichen Folgen rechnen. Ab 14 Jahren können sie dann auch strafrechtlich belangt werden. (vmö)

Lesen Sie dazu auch: Cybermobbing: Verdächtiger räumt die Taten zum Teil ein

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