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Haushalt: Die Kleinste ist die Sparsamste

Haushalt

Die Kleinste ist die Sparsamste

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    Bürgermeister Werner Thum vor dem Forheimer Rathaus. Heuer leistet es sich die kleine unverschuldete Gemeinde unter anderem, dieses zu renovieren.
    Bürgermeister Werner Thum vor dem Forheimer Rathaus. Heuer leistet es sich die kleine unverschuldete Gemeinde unter anderem, dieses zu renovieren. Foto: ben

    Forheim Es gibt ein paar Kommunen im Landkreis Donau-Ries, die zuletzt ihre Schulden abbauten oder kaum mehr welche haben. Die Südriesgemeinde Forheim ist aber mit ihren zuletzt gemeldeten 570 Einwohnern nicht nur die kleinste Kommune im Kreis, sondern mit seinem Ortsteil Aufhausen auch die sparsamste. Denn bereits seit einigen Jahren hat man keine Schulden mehr, wie jetzt auch der neueste Haushaltsplan zum Ausdruck brachte.

    Dabei habe man im vergangenen Jahrzehnt durchaus einiges in beiden Ortsteilen investiert, so jetzt Bürgermeister Werner Thum im Gespräch mit den Rieser Nachrichten. Dazu gehörten unter anderem die üblichen kommunalen „Geldfresser“ wie Kläranlage, Kanal, Wasserleitungen, Straßen oder das zuletzt in Aufhausen mit viel Eigeninitiative errichtete schmucke Gemeindezentrum. Das alles wurde unter Thums Hand geschaffen, denn der 60-Jährige ist in Forheim bereits seit 1990 Bürgermeister: „Damals hatten wir noch rund 500 Euro Schulden, die wir seit 1994 kontinuierlich abbauten“, so der Bürgermeister, der sich in zwei Jahren überlegen muss, ob er noch einmal für eine Amtsperiode kandidiert. Zunächst geht es nun aber in seiner Gemeinde ohne Kreditaufnahme weiter mit Investitionen und auch diese lassen sich wieder sehen: So der Umbau des alten kleinen Schulsaals für über zwei Millionen Euro zu einem 180-Personen-Gemeindesaal oder die erstmalige Sanierung des Rathauses in der alten Schule seit 20 Jahren für rund 200000 Euro. Dabei wird unter anderem eine kostengünstigere Holzpelletheizung für die alte Elektroheizung eingebaut, so Thum.

    Bereits begonnen haben die Arbeiten am Forheimer Kindergarten. Dabei wird die eingruppige Einrichtung für rund eine halbe Million saniert und bekommt eine Krippe für acht Kinder dazu.

    Haushalt verabschiedet

    Die neu verabschiedete Forheimer Haushaltssatzung beträgt mit Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt 857 119 Euro und im Vermögenshaushalt 1 783 950 Euro. Die Zuführungsrate zu Letzterem ist in diesem Jahr mit 252000 Euro geplant, der Ansatz bei der Gewerbesteuer weiter hoch bei 180000 Euro. Im neuen Vermögenshaushalt sind die Neu- und Umbaukosten für den Forheimer Gemeindesaal sowie die Sanierung des Rathauses mit einer ersten Rate von einer Million Euro eingestellt. Nach Abschluss der Planungsarbeiten werden die Baumaßnahmen dafür in diesem Jahr beginnen.

    Bereits der Abschluss der Jahresrechnung 2011 hatte wegen der geplanten, aber noch nicht begonnenen Investitionen einen Sollüberschuss von 1,23 Millionen Euro ergeben. Dieser wurde der allgemeinen Rücklage zugeführt, die sich damit zum Jahresende auf 1,94 Millionen erhöhte. In diesem Jahr hat man nun vor, daraus 1,15 Millionen für alle anstehenden Investitionen zu entnehmen. Im Verwaltungshaushalt wurden die Ansätze in den Einnahmen um 346600 (hohes Gewerbesteuer-Plus gegenüber dem Ansatz) und bei den Ausgaben um 61900 Euro (Gewerbesteuer-Umlage) überschritten.

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