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Jahreskonzert: Hauptthema Jazz und Swing

Jahreskonzert

Hauptthema Jazz und Swing

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    Mit Bravour meisterten das Vorstufenorchester und die Jugendformation der Ederheimer Musikanten unter der Leitung von Elke Ruf eindrucksvoll ihre Auftritte.
    Mit Bravour meisterten das Vorstufenorchester und die Jugendformation der Ederheimer Musikanten unter der Leitung von Elke Ruf eindrucksvoll ihre Auftritte.

    Ederheim Jazz und Swing als Hauptthema – mit dieser Ankündigung hatte der Musikverein Ederheim die Messlatte für sein diesjähriges Jahresabschlusskonzert hochgelegt. Dementsprechend hoch waren auch die Erwartungen des Publikums in der voll besetzten Ederheimer Mehrzweckhalle: Würde es gelingen, mit einer traditionell besetzten Blaskapelle das Gefühl und die speziellen Rhythmus- und Harmoniefiguren des Jazz und des Swing zum klingen zu bringen?

    Bevor die Musiker der Stammkapelle zeigen konnten, dass sie dazu nicht nur willens, sondern auch in der Lage sind, durften Vor-Orchester und Jugend-Orchester ihre Fortschritte und ihr Können unter Beweis stellen.

    Deutlich zu hören waren die Fortschritte des Vor-Orchesters, das zum zweiten Mal bei einem Jahresabschlusskonzert dabei war. Wertschätzend und motivierend dirigiert von Elke Ruf zeigte der Nachwuchs mit Stücken wie „Mc Ronalds March“, „Schildkrötenrennen“ und „Radler in Moskau“, dass er inzwischen auch mehrstimmige Passagen und versetzte Einsätze zu meistern vermag.

    Gefühlvoll gespielt

    Sehr schwungvoll und modern präsentierte sich das Jugendorchester. Schon allein der dynamisch gespielte Opener „Music is my world“ war ein Statement und machte Lust auf mehr. Zu Recht wurden die Jungmusiker nach ihrem mit Popappeal getränkten Set, das durch gefühlvoll gespielte Popballaden und abwechslungsreich gestaltete Hits wie „Don’t stop believin’“ führte, dann auch mit großem Applaus zu einer Zugabe überredet.

    Welchen großen Wert der Musikverein Ederheim auf die Nachwuchs- und Jugendarbeit legt, war nicht nur an der zeitgemäßen Auswahl der Stücke für das Jugend-Orchester zu erkennen, sondern auch daran, dass die Bühne vergrößert werden musste, um allen Musikern aus Stammkapelle, Jugend-Orchester und Vor-Orchester Platz bieten zu können.

    Nach den Ehrungen, bei denen unter anderenn Erwin Eckhardt für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurde, kam der große und mit Spannung erwartete Auftritt der Stammkapelle.

    Alle Register

    Schon vor der Pause konnten die Musiker zeigen, dass sie in traditionellen Stücken wie „Puszta-Zauber“ oder „Fantasia Boemica“ nicht nur tonal und rhythmisch sicher sind, sondern diese auch durch alle Register mit einer gehörigen Portion auf Können beruhender Emotion versehen können. Jetzt ging es darum, die Besonderheiten das Jazz und Swing, die im ersten Moment manchmal ungewohnten Harmonien, die nicht immer notierten Synkopierungen und den typischen Offbeat zu meistern und mit Gefühl zu füllen. Dass dies gelang, lag vor allem an den sonst oft übersehenen und manchmal unterschätzten Bässen. Durch ihr unwiderstehlich grooviges Spiel, das eher nach Big Band als an Blaskapelle klang, bereiteten sie die perfekte Basis für die anderen Register.

    Bei „Kings of Swing“ konnten die Trompeten durch schnelle Läufe brillieren und Schlagzeug und Percussion bekamen für ihre Soloparts Einzelapplaus, während beim folgenden „Stranger on the shore“, einem eher getragenen Stück, die Klarinetten veritabel im Vordergrund standen und die Saxophone bei „Jump, Jive and Swing“ cool und lässig aufspielten.

    Highlights des Abends waren das Stück „Watermelon-Man“ von Jazzlegende Herbie Hancock und das Glenn Miller Best of. Hier konnten die Ederheimer Musikanten eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass es für ein gelingendes Konzert dieser Güteklasse nicht nur gute Einzelmusiker braucht, sondern vor allem das Zusammenspiel des ganzen Klangkörpers stimmen muss.

    Dass diese Gesamtleistung so eindrucksvoll klang, war nicht nur das Verdienst der Musiker, sondern ist auch ihrem Dirigenten Klaus Klimek zuzuschreiben, der manche der für Big Band geschriebenen Stücke extra umarrangiert hatte, damit sie zu der klassischen Besetzung der Ederheimer Musikanten passten, und der seine Musiker immer wieder zu neuen Höchstleistungen antreibt und motiviert.

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