Hochaltingen Der Leiter des Arbeitskreises Literatur der Rieser Kulturtage, Dr. Wilfried Sponsel, führte nach der Begrüßung zur Autorenlesung im gut besuchten Wappensaal des Schlosses Hochaltingen zunächst einige interessante (kunst-)historische Informationen aus, die das besondere, vielfach noch zu wenig beachtete Ambiente dieses Veranstaltungsortes jedem deutlich bewusst machte. Als Wilfried Sponsel dann auch noch frühere RKT-Lesungen mit Erich Pfefferlen in diesem Saal sowie im Schloss Amerdingen in Erinnerung brachte, änderte der gebürtige Nördlinger und heute westlich von Augsburg lebende Schriftsteller Erich Pfefferlen daraufhin sogar spontan den Ablauf seiner geplanten Lesung und begann sie prompt mit einer autofiktionalen Erzählung über den Kauf eines Schlosses an geheim gehaltenem Ort in Spanien, die mit einer überraschenden Pointe die Zuhörer bis zum Schluss in den Bann zu ziehen vermochte. Zwischen dieser und zwei weiteren kurzen Geschichten, die inhaltlich als Grenzgänger zwischen Fiktionalem und Autobiografischem bezeichnet werden können, streute der Autor geschickt eine kleine Auswahl seiner Lyrik ein, die etwa auch den Frühling und Sommer, teils hintergründig sozialkritisch („Himmelsloch“ Ozonloch), teils humorvoll („Sommerkoller“) ins poetische Visier nahm. Im Zwiegespräch mit einem regen Publikum endete die facettenreiche Lesenacht fast wie im Flug. (pm)
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