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Donau-Ries

19.11.2017

Nördlinger Dekan gesteht sexuellen Missbrauch an Jungen

Der Nördlinger Stadtpfarrer und Dekan Paul Erber hat zugegeben, einen Jungen sexuell missbraucht zu haben.
Bild: Dieter Mack

Der Nördlinger Stadtpfarrer und Dekan Paul Erber wurde in den Ruhestand versetzt. Er soll einen Minderjährigen sexuell missbraucht haben. Die Tat liegt Jahrzehnte zurück und ereignete sich wohl im Unterallgäu.

Die Gläubigen erfahren noch vor dem Sonntagsgottesdienst von dem Geständnis. Ihnen wird ein Brief von Bischof Dr. Konrad Zdarsa vorgelesen, in der Nördlinger St.-Salvatorkirche übernimmt diese Aufgabe der bisherige Prodekan Jürgen Eichler aus Wallerstein. In dem Schreiben teilt Zdarsa den Katholiken mit, dass der bisherige Dekan und Nördlinger Stadtpfarrer Paul Erber in den Ruhestand versetzt wird. Und der Bischof schreibt auch, warum: Erber hat eingeräumt, einen Minderjährigen sexuell missbraucht zu haben.

Kurz nach Mittag erreicht unsere Redaktion eine Email des Pressesprechers des Bistums Augsburg, Dr. Karl-Georg Michel. Darin steht, dass Erber ab Montag von seinem Amt entpflichtet wird. Die Tat sei erst Anfang November durch einen Brief ans Licht gekommen, heißt es in der Mitteilung weiter. Darin werde Erber der sexuelle Missbrauch eines Minderjährigen zur Last gelegt.

Dekan Paul Erber räumt sexuellen Missbrauch ein

Den Nördlinger Stadtpfarrer hat man mit diesen Vorwürfen konfrontiert, es habe in Augsburg ein Gespräch mit ihm gegeben, bei dem unter anderem der Generalvikar und die Missbrauchsbeauftragte der Diözese anwesend waren. Erber habe die Tat „vollumfänglich eingeräumt“, heißt es in der Mitteilung des Bistums weiter, sie liege mehrere Jahrzehnte zurück. Der heute 68-Jährige war bereits als Kaplan in Nördlingen, ab den frühen 80er Jahren arbeitete er als Seelsorger am Internat des Mindelheimer Maristenkollegs. In der Zeit im Unterallgäu soll es zu der „unbestreitbar erheblichen Grenzverletzung“ gekommen sein. Opfer ist ein Junge, sein genaues Alter zur Tatzeit gibt die Pressestelle auf Nachfrage nicht bekannt.

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Erber habe seinen Stellenverzicht angeboten, teilt der Sprecher des Bistums in der Email mit. Bischof Zdarsa wird wie folgt zitiert: „Zur näheren Prüfung der strafrechtlichen Relevanz wurde der Fall von unserer Missbrauchsbeauftragten umgehend an die zuständige Staatsanwaltschaft weitergeleitet.“ Die hat ihren Sitz in Kempten. Des Weiteren wurden kirchenrechtliche Schritte gegen Erber eingeleitet und die Glaubenskongregation des Heiligen Stuhls in Rom informiert. Der Bischof habe in seinem Brief an die Gläubigen seine Bestürzung zum Ausdruck gebracht, so die Mitteilung. Er bitte sie um ihr Gebet für Opfer von sexueller Gewalt.

Missbrauchs-Geständnis schockt Katholiken im Ries

Die Katholiken im Ries sind fassungslos. Die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates von Sankt Salvator, Ursula Landenberger-Schneider berichtet, dass im Gotteshaus eine „Schockstarre“ geherrscht habe, nachdem Eichler den Brief verlesen hatte. Nach der Messe hätten sich die Gläubigen in Gruppen ausgetauscht. Ursula Landenberger-Schneider selbst ist über die Nachricht, dass Erber einen Minderjährigen missbraucht haben soll, schockiert: „Ich möchte dem Opfer mein tiefstes Mitgefühl aussprechen.“ Erber habe viel Gutes für die Pfarrei getan. „Es tut mir sehr, sehr leid, was passiert ist.“ Josef Sienz, Mesner aus Kleinerdlingen, schreibt an unsere Redaktion: „Charakter und Verdienste eines Menschen darf man nicht auf eine einzige Begebenheit reduzieren.“ Er sei über die Vorgehensweise von Zdarsa schockiert: „Vielleicht kann der Bischof aufgrund öffentlichen Drucks nicht anders, aber wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.“

Noch ist Jürgen Eichler Prodekan, er wird den Posten des Dekans nun kommissarisch übernehmen. Der Wallersteiner Pfarrer sagte: „Ich bin natürlich schockiert über diese Nachricht.“ Erber sei ein hoch angesehener Priester in der Diözese gewesen: „Ich bin da sprachlos.“ Oettingens Stadtpfarrer Dr. Ulrich Manz erhielt die Mitteilung, dass er jetzt den Posten des Prodekans übernehmen solle.

Die Diözese bereitet einen Gesprächsabend vor, bei dem die Gläubigen in Nördlingen die Möglichkeit erhalten sollen, sich auszutauschen. Ein Termin werde noch bekannt gegeben, hieß es. Paul Erber selbst war am Sonntag für ein Gespräch mit unserer Redaktion telefonisch nicht zu erreichen.

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Die Diskussion ist geschlossen.

21.11.2017

ABWARTEN – und dann meutern und schuldig sprechen . . .

Gott sei Dank, Nördlingen atmet auf. Es war nur ein harmloses, aufmunterndes Schulterklopfen . . ..

.

Damit klar ist: Ich verurteile niemand, und der Nördlinger Dekan Erber ist mir herzlich egal. Doch kommen mir bei solchen Dingen immer jene in den Sinn, bei denen z. B. nur Bilder gefunden wurden, die Pädophilie vermuten ließen und die eben keine nachsichtigen Medienbeiträge sowie keine verharmlosenden sondern überwiegend hasserfüllte Forenbeiträge erfuhren, wie z. B. ein Herr Edathy, bei dem Büro, Wohnung und Festplatten genauestens durchsucht wurden . . .

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21.11.2017

Bei den hasserfüllten Forenbeiträgen, kommen mir die Sprüche des ältesten Gewerbes in den Sinn,>>...stelle dich nicht so an, du willst doch auch modern sein...<< ! Wenn nur die Prediger der Sexideologie einen Bruchteil davon an den Pranger gestellt werden würden, dann wären diese Foristen glaubwürdiger !

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21.11.2017

Was ist an Kindesmissbrauch modern? Die sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen folgt sehr traditionellen Mustern. Als Gegenleistung für Protektion und Unterhalt muss eine jüngere, rangniedere Person einer älteren, in der Rangordnung höher Gestellten, eine sexuelle Gegenleistung erbringen. Die niedere gibt sich (sexuell) hin, der Höhergestellte bekommt, was er haben will. In einigen Kreisen wird so etwas wahlweise "körperliche Liebe" oder "eheliche Pflicht" genannt.

Letztlich das wirklich allererste Gewerbe der Welt. Zeitgleich mit der "göttlichen Weltordnung" erschaffen. Also genau passend für Priester der Katholischen Kirche. Im Grunde hat der Herr Dekan ja alles richtig gemacht.

Man sollte die offiziellen Verlautbarungen des Klerus auf keinen Fall wortwörtlich nehmen. Vor einigen Jahren habe ich gelernt, dass diese Herrschaften während ihrer Ausbildung ontologisch umgestaltet werden. Was sie sagen und tun bedarf also der Interpretation und der Einordnung in den Kontext, in dem sie sich bewegen.

Und der ist sehr bunt und vielfältig.

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24.11.2017

Genau, das Wort *modern* ist der springende Punkt bei der Täuschung einer gesamten Gesellschaft ; es wird als die größte Freiheit an sich proklamiert und keiner merkt es, dass er fremdgesteuert wird. Wenn Sexualität vom Ehepaar nicht bewusst geschützt wird, verliert sie die Schönheit der Seele/die Würde/den Sinn. Alles andere ist Unfreiheit, denn dies ist die Ontologie der Pillenverkäufer und Abtreibungsbeführworter ! Welche ontologische Ausbildung des Klerus stattfindet, entzieht sich meiner Kenntnis, aber gefährdet sind jene vom Modernismus genauso wie die Allgemeinheit auch. Die göttliche Weltordnung ist jedenfalls für mich, die wahrhaftig persönliche Gewissensentscheidung und nicht die Defination des allerersten Gewerbes.

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25.11.2017

Unser Staat gewährt christlichen Kirchen zwar gesetzliche Vorteile, aber Glauben gilt als Privatsache.

Falls sich aber heraus stellten sollte, dass Kirchenfunktionäre einen Sexualstraftäter geschützt haben, könnte das den Tatbestand der Strafvereitelung erfüllen.

Erwachsene sind für ihre Sexualität selbst verantwortlich. Dass streng gläubige Katholiken den besseren Sex hätten, wurde allerdings neulich in einem österreichischen Kommentarforum behauptet http://www.wienerzeitung.at/meinungen/leitartikel/928046_Es-geht-hier-nicht-um-Sex.html Ich finde, das wäre mal eine sexualwissenschaftliche Untersuchung wert. Die Maßstäbe für den Grad an Lust und Liebe bei sexueller Interaktion hängen ja auch immer von der Fähigkeit zur Interpretation ab. Was mich nur wundert ist, dass die doch nur sexuell miteinander verkehren dürfen, wenn sie gleichzeitig riskieren, dabei Kinder zu zeugen. Was entweder die Zahl an Schwangerschaften pro Frau erhöhen dürfte oder die Frequenz am sexuellen Verkehr. Sofern dabei vaginale Penetrationen statt finden und keine Verhütungsmittel oder -methoden eingesetzt werden.

Die Akzeptanz von Prostitution wurde meiner Einschätzung nach durch die kultischen Vorstellungen abrahamitischer Religionen ganz bestimmt gefördert. Wer die menschliche Sexualität an den Regularien der Nutztierzucht ausrichtet, um die Fortpflanzungsrate anzukurbeln, nimmt ihr damit einen Teil ihrer Schönheit und Würde. Das Ergebnis sind Menschen, die von früher Kindheit an nicht lernen können, wie sich echte Liebe anfühlt. Aber von einer Atmosphäre geprägt werden, in denen wahrhaftige Gefühle abstrahiert, abgespalten und auf übersinnliche Wesen projiziert werden.

Weil es sich beim Kinderschutz aber um etwas zutiefst Irdisches handelt, überraschen die christlichen Varianten der Missbrauchskultur überhaupt nicht.

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30.11.2017

Der schwerste Missbrauch ist durch die Moderne und nicht durch die Religionen entstanden. Das Geschäftsinteresse an der Verhütungspille und an der Abtreibung ist die moderne Sklaverei. Deshalb kann eine bessere Kultur nur im geschützten ehelichen Vertrauen zu dem heranreifen was jeder Mensch sich sehr wünscht, aber seinen Beitrag hierzu unterlässt ; warum auch immer das frage ich mich schon. Es wird hysterisch über Umweltschutz diskutiert, aber über die unsäglichen Nebenwirkungen der Verhütung wird geschwiegen. Folglich, bringen wir unsere Innenwelt wieder in Ordnung.

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21.11.2017

"Inzwischen ist bekannt, was konkret vorgefallen sein soll. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Memmingen, Thomas Hörmann, auf Nachfrage unserer Redaktion sagt, hat der Geschädigte angegeben, dass Erber ihn zwischen 1983 und 1988 mehrfach „oberhalb der Kleidung“ berührt haben soll, so die Formulierung aus Justizkreisen. Der Jugendliche war also angezogen. Es handelt sich nach weiteren Angaben der Staatsanwaltschaft nicht um schweren sexuellen Missbrauch, also nicht um Geschlechtsverkehr, sondern um sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen. Ob Erber den Jungen in den Räumen des Maristenkollegs in Mindelheim angefasst haben soll oder außerhalb der Schule und des Internats, ist nach Auskunft des Bistums bislang nicht bekannt...."

Pfarrer missbrauchte Minderjährigen: Neue Details über Fall bekannt - weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/noerdlingen/Pfarrer-missbrauchte-Minderjaehrigen-Neue-Details-ueber-Fall-bekannt-id43302196.html

Niemand weiß wirklich was vor Jahrzehnten geschehen ist. Der heute erwachsene Mann (zwischen 40 und 50 Jahre alt) lebt inzwischen im Ausland.

"Auch der Nördlinger Oberbürgermeister Hermann Faul ist bestürzt über die Nachricht und die Gründe für den Amtsverzicht des Dekans, die er schon am Samstag erfahren hat. Einerseits habe er großes Mitgefühl für das Opfer. Andererseits habe er Paul Erber als vertrauensvollen und fleißigen Menschen kennengelernt. „Mir tut das unfassbar leid für den Dekan“, sagt Hermann Faul. Erber habe sich teilweise auch über die Grenzen hinaus für seine Aufgaben eingesetzt und war „ein wichtiger Baustein“. Die Tat sei als solches nicht mehr zu löschen, sagt er weiter. Doch als Christ solle man den „Weg des Verzeihens“ gehen...."

Pfarrer missbrauchte Minderjährigen: Neue Details über Fall bekannt - weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/noerdlingen/Pfarrer-missbrauchte-Minderjaehrigen-Neue-Details-ueber-Fall-bekannt-id43302196.html ABWARTEN – und dann meutern und schuldig sprechen . . .

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21.11.2017

"Doch als Christ solle man den „Weg des Verzeihens“ gehen...." Davon haben hoffentlich alle gehört, die dem Bistum Geld schulden.

Im Ernst: "Erber habe sich teilweise auch über die Grenzen hinaus für seine Aufgaben eingesetzt und war „ein wichtiger Baustein“. Bedeutet das, Dekan Erber war für wichtige Geschäfte zuständig? Ging es um Grundstücke, Anlagen, Sozialbetriebe? Oder alles zusammen?

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20.11.2017

Die klerikale Missbrauchskriminalität wird systematisch betrieben und entspricht einer regelrechten Rekrutierungsmaßnahme. Dazu der Forist Clemens Oppermann

"Ja, Herr Deckers, so wie in Hildesheim keine Krähe

der anderen ins Auge hackt, so ist es wohl auch in der übrigen Kirche?- Der mutmaßliche Täter Janssen, längst tot; ebenso der Vertuscher und Nachfolger im bischöflichen Amt Homeyer. Dessen Nachfolger, der wenigstens noch kraft seiner Autorität Reste der Straftat hätte ans Licht bringen können, seit ein paar Wochen unwissend wie die drei entsinnlichten Affen im Ruhestand! Und die Opfer? - Wer weiß denn schon ob sie nicht gerade jetzt selbst das Bistum führen? Nur so würde der Begriff „organisationskulturelle Probleme“ überhaupt Sinn machen - weil sie in Amt und Würden bestens gefüttert einander Unschuld zuschanzen. Und jene schwächeren Opfer, die es nicht zu diesem Futterplatz geschafft haben, sie haben in den Augen der Stärkeren und der so genannten unabhängigen Begutachterseite aus dem Schoße des Münchner Kardinal Marx, es eben wohl nicht kapiert, wie die „institutionelle Selbstgewissheit“ einer Papst-Kirche funktioniert?"

Eingestellt am 17.10.2017 um 16:46 Uhr. Daniel Deckers, „Gegen die Kirche“, FAZ

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/missbrauch-kommentar-gegen-die-kirche-15249256.html

Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, eine von 9 Millionen erwachsenen Menschen in Deutschland, die in ihrer Kindheit und/oder Jugend Opfer schweren sexuellen Missbrauchs wurden

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20.11.2017

"Zudem, so Westpfahl, hätte die Kirche zur Vertuschung von Missbrauchsfällen auch gezielt sexuelle Tabus und ein "besonderes Erpressungspotenzial" solcher Themen genutzt." https://www.heise.de/tp/news/Gutachten-zum-Sonntag-2010796.html

Die Rechtsanwältin Marion Westpfahl und ihr Team hatten 2010 im Auftrag des Bistums München-Freising einen Untersuchungsbericht erstellt, der bezeichnenderweise bist heute nicht veröffentlicht worden ist. Was unter "sexuelle Tabus" und "besonderes Erpressungspotenzial" zu verstehen ist, kann sich jeder leicht vorstellen, der

a) mit Opfern der Katholischen Kirche und Mitbetroffenen gesprochen hat

b) sich mit der sexuellen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, insbesondere, wenn sie in einem sexuell-restriktiven, von einer Doppelmoral gekennzeichneten Milieu statt findet auskennt

c) über Täterstrategien Bescheid weiß

Sprich: wer vor Abschluss der Pubertät in einen klerikalen Missbrauchszirkel geriet und den Ausstieg nicht rechtzeitig geschafft hat, bleibt sein Leben lang manipulier- und erpressbar. Der einzige Weg da raus bedeutet ehrliche Aufarbeitung. Dazu ist spezielle therapeutische Hilfe notwendig, ggf. auch sexualtherapeutische Maßnahmen. Ansonsten wird diese Tradition der Übergriffigkeit nur fortgesetzt und schafft neue Opfer.

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20.11.2017

Zu Täterprofilen:

"Eines zeichne sich schon nach der Auswertung der bereits erschienenen Studien ab: Nur eine Minderheit der Täter in der katholischen Kirche ist tatsächlich pädophil. Ihre Opfer sind überwiegend männlich, oft älter als zwölf Jahre. "Unreife, verdrängte Homosexualität von Männern, die sich in den Priesterberuf flüchten - das könnte schon ein Risikofaktor für Missbrauch sein", sagt Dreßing."

http://www.sueddeutsche.de/panorama/missbrauch-in-der-katholischen-kirche-warum-es-der-katholischen-kirche-so-schwerfaellt-missbrauch-einzugestehen-1.3593107

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19.11.2017

Ach Gott, das tut mir unendlich leid für den Jugendlichen und tatsächlich auch für Dekan Erber.

Dekan Erber ist sehr beliebt bei der Rieser Bevölkerung - auch bei uns, den Evangelischen.

Warum wird so ein Sündenfall erst nach mehreren Jahrzehnten angezeigt? Möchte ihm da jemand nachträglich etwas anhängen? Vielleicht sogar finanziell etwas „rausholen“?

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19.11.2017

Schon mal was von Scham gehört?

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19.11.2017

Liebe Frau Kaellner, soviel Mitleid mit dem Täter ist nicht angebracht. Welche Häme musste jüngst ein schwäbischer SPD-Vorsitzender ertragen und wieviel Hass schlug ihm entgegen.

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19.11.2017

Es ist geradezu modern geworden Sünenfälle nach 30 Jahren auf denTisch zu bringen. Bewundernswert ist immer das Detailgedächtnis der vermeintlich Geschundenen. Sagenhaft.

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19.11.2017

Bewundernswert ist immer das Detailgedächtnis der vermeintlich Geschundenen

Sagen Sie mal, schämen Sie sich überhaupt nicht, so über die häufig ein Leben lang traumatisierten und allein gelassenen Opfer herzuziehen? Nichts wissen, aber solchen Stuss verbreiten. Obwohl ich inzwischen ja lernen durfte, dass Sie ein großes Herz für Täter aller Couleur haben, hielt ich Sie eigentlich für klüger.

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20.11.2017

Sie können Ihren Textbaustein. daß ich mich schämen soll, gerne öfters einfügen. Trauumatisierung: Schmarrn. Als Mann muß man da durch.

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20.11.2017

Als Mann muß man da durch.

So langsam kommen Sie mit Ihrem hirnrissigen Geschreibsel in den justiziablen Bereich. Das Betatschen von 14jährigen durch Vorgesetzte müssen sich die also gefallen lassen! Das gehört für Sie wohl zur deutschen Leitkultur . . .

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20.11.2017

"Trauumatisierung: Schmarrn. Als Mann muß man da durch."

Soll das jetzt eine Aufforderung für Täter sein in aller Ruhe weiterzumachen?

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21.11.2017

Unsinn! Ich bin gegen Überbewertungen jeglicher Art.

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21.11.2017

(persönlicher Angriff/Unterstellungen/edit)

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21.11.2017

"Ich bin gegen Überbewertungen jeglicher Art."

Dann lassen Sie doch den Unsinn sein, es besser zu wissen. Sie bewerten etwas, wovon Sie keine Ahnung haben und keine Ahnung haben können.

Das Relativieren und Verleugnen von furchtbaren Taten ist selbst von Kirchenfürsten ausreichend bekannt.

Im Übrigen dürfte es doch logisch sein, dass das Maristenkolleg und die Kirche ihr eigenes Nest nicht unnötig beschmutzen. Beide haben eh schon genug Dreck am Stecken mit diesem Thema.

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25.11.2017

Und wiederholt dann, erwachsen geworden, an Anderen, was man selbst verdrängt und damit nicht aufgearbeitet hat? Erscheint Ihnen das im Hinblick auf den Schutz von Menschen, insbesondere Kindern, vor Sexualstraftaten nicht fahrlässig?

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19.11.2017

Morgen wird es in den Rieser Nachrichten großmächtig auf der ersten Seite zu lesen sein.

Es wird in unserer kleinen Stadt wie eine Bombe einschlagen.

Schlimm, sehr schlimm für uns alle, auch für Dekan Erber. Seit Jahrzehnten kennt man sich. Es ist ein Trauerspiel . . .

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20.11.2017

Richtig, es ist schlimm, aber doch besonders für den Betroffenen. Dekan Erber zieht sich zurück im Bewusstsein, dass er nicht mal für seine schreckliche Tat zur Verantwortung gezogen wird.

Er hat sich schließlich jahrelang feige gedrückt und die Wahrheit verheimlicht. Schließlich sollte ein Dekan ein Vorbild für Gerechtigkeit und Christlichkeit sein. Allerdings ist die Schuldfrage mittlerweile geklärt und der Verantwortliche für diese Schuld kommt immerhin ungeschoren davon.

Schon vor vielen Jahren wurde von der Bevölkerung gefragt, was ist wirklich im Maristenkolleg Mindelheim geschehen. Die Gelegenheit für Dekan Erber die Sache aufzudecken und sich verantwortlich für sein Verhalten zu zeigen war vorhanden. Er hat es nicht gemacht und vorgezogen die Wahrheit zu verbergen. Mitleid für Dekan Erber ist aus diesen Gründen alles andere als angebracht.

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20.11.2017

"Es ist geradezu modern geworden Sünenfälle nach 30 Jahren auf denTisch zu bringen."

Seltsame Ansichten, denn der Pfarrer hat wohl 30 Jahre geschwiegen und seine schwerwiegende Tat verheimlicht. Außerdem haben auch Kirchenfürste durch Falschaussagen dafür gesorgt, dass die Geschundenen jahrelang nicht an die Öffentlichkeit gehen konnten.

"Bewundernswert ist immer das Detailgedächtnis der vermeintlich Geschundenen. Sagenhaft."

Den Geschundenen mit Häme zu begegnen, ist widerlich und hauptsächlich der Grund warum es diesen Personen schwer fällt an die Öffentlichkeit zu gehen.

Dieses bigotische Verhalten hat mit modernem Christentum absolut nichts zu tun.

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20.11.2017

Weil die sexuell ausgebeuteten Jungen bzw. jungen Männer vermutlich Angst hatten, bei einer Anzeige als "verschwult" diffamiert zu werden. Verantwortungslose Leute, die so etwas tun soll es geben.

Oder die verantwortlichen Kirchenfunktionäre hatten damals irgendwas in Aussicht gestellt, wenn man schweigt. Bevorzugt wird das an die Eltern der Opfer heran getragen. Manchmal auch in Form einer Ankündigung. Überall dort, wo Kirchen viel Macht haben, entscheiden sie auch über Existenzen.

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19.11.2017

"20 Prozent aller Männer, daran erinnerte Thomas Knecht, sind ansprechbar auf Kindersex."http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/fernsehen/jegge-ist-ueberall/story/31506136

Abgesehen davon, dass vergleichbare Raten auf Frauen bezogen bislang fehlen, ist diese Angabe geeignet zu erklären, warum die sexuelle Ausbeutung von Kindern so verbreitet ist. Ich kann ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, warum es immer noch erwachsene Menschen gibt, die geschockt oder verstört reagieren, wenn sie davon erfahren, dass jemand in ihrem Umfeld Missbrauchstäter oder -täterin ist.

"Eines zeichne sich schon nach der Auswertung der bereits erschienenen Studien ab: Nur eine Minderheit der Täter in der katholischen Kirche ist tatsächlich pädophil. Ihre Opfer sind überwiegend männlich, oft älter als zwölf Jahre. "Unreife, verdrängte Homosexualität von Männern, die sich in den Priesterberuf flüchten - das könnte schon ein Risikofaktor für Missbrauch sein", sagt Dreßing. "Süddeutsche Zeitung http://www.sueddeutsche.de/panorama/missbrauch-in-der-katholischen-kirche-warum-es-der-katholischen-kirche-so-schwerfaellt-missbrauch-einzugestehen-1.3593107

Ihr gestörtes Verhältnis zur Sexualität macht Kirchenfunktionäre zu einer ganz besonders anfälligen Gruppe von TäterInnen.

Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, eine von 9 Millionen erwachsenen Menschen in Deutschland, die in ihrer Kindheit und/oder Jugend Opfer schweren sexuellen Missbrauchs wurden

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19.11.2017

So langsam könnte man den Glauben an diese Katholen-Führer verlieren.

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