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Pandemie: Mehrere Corona-Fälle in Donauwörther Klinik

Pandemie

Mehrere Corona-Fälle in Donauwörther Klinik

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    Im Klinikum gelten Vorsichtsmaßnahmen.
    Im Klinikum gelten Vorsichtsmaßnahmen. Foto: Barbara Wild

    Jürgen Busse, Vorstandsvorsitzender des gemeinsamen Kommunalunternehmens Donau-Ries (gKU) zählt auf: Jeder Patient, der auf Termin kommt oder notfallmäßig eingeliefert wird, werde erst einmal auf Covid-19 getestet. Das Personal und die Patienten trügen FFP2-Masken. Es werde Abstand gehalten, wo immer es gehe. Doch trotz aller Maßnahmen: In der Donau-Ries-Klinik in Donauwörth hat sich vor Weihnachten das Virus eingenistet und über die Feiertage verbreitet, vor allem unter den Beschäftigten. Das blieb nicht ohne Folgen für den Betrieb.

    „Wir sind noch handlungsfähig“, betont Busse. Freilich habe der Ausbruch in der Donauwörther Klinik derartige Umfänge angenommen, dass die Verantwortlichen zum Handeln gezwungen gewesen seien. In der vorigen Woche seien mehr als 20 Bedienstete infiziert gewesen und hätten zu Hause bleiben müssen. Hinzu kämen Kontaktpersonen, die ebenfalls vorübergehend nicht mehr zur Arbeit erscheinen durften. Betroffen seien sowohl Ärzte als auch Pflegekräfte. Etwa zehn Prozent der Belegschaft – in Donauwörth sind über 200 Pflegekräfte und gut 70 Ärzte tätig – sind dem Klinikmanager zufolge auf diese Weise ausgefallen. Ein Teil der Erkrankten zeige Erkältungs- und Grippesymptome, zu schweren Verläufen sei es beim Personal nicht gekommen.

    Auch die Intensivstation ist nach Busses Angaben betroffen. In der Folge habe man Patienten ins Stiftungskrankenhaus nach Nördlingen umgeleitet: „Das fährt jetzt Volllast,“ sagt er. Um die Lage nicht weiter zu verschärfen, dürfen seit Ende Dezember in dem Krankenhaus keine Krankenbesuche mehr stattfinden – außer bei der Begleitung Sterbender und bei Geburten. In den vergangenen Tagen zeichne sich nach Auskunft des Vorstands zudem ab, dass das Infektionsgeschehen in der Klinik abflaue.

    Man werde diese Woche die Intensivstation wieder hochfahren. Busse hofft, dass das Corona-Problem in der kommenden Woche zumindest beim Personal ausgestanden sei. Der Manager hofft zudem, dass in der Klinik „die Impfungen anschlagen“.

    Bislang hätten in Donauwörth rund 50 Prozent der Beschäftigten, die direkten Kontakt mit Patienten haben, die erste Spritze bekommen. Gerne hätte man mehr Ärzte und Pflegekräfte geimpft, doch die Vakzine seien nach wie vor Mangelware, und man müsse abwarten, bis weiterer Impfstoff geliefert werde.

    Vorbehalte gegen Corona-Impfung

    Busse verhehlt nicht, dass ein Teil der Belegschaft Vorbehalte gegen eine Corona-Impfung habe. Die Akzeptanz nehme aber augenscheinlich von Tag zu Tag zu – auch, weil die Pflegekräfte sähen, dass bei den geimpften Kollegen keine nennenswerten Komplikationen auftreten. Der Vorstand betont, dass hier auf das Personal kein Druck ausgeübt werde: „Wir fragen an und klären auf. Die Chefärzte empfehlen eine Impfung.“

    In den vergangenen Tagen waren im gesamten Landkreis die Infektionszahlen enorm angestiegen. Einer Pressemitteilung des Landratsamtes Donau-Ries zufolge könne ein Zusammenhang mit den Corona-Schutzimpfungen jedoch ausgeschlossen werden. Neben dem Klinikum zählt auch das Donauwörther Pflegeheim zu den Ausbruchsschwerpunkten. Dort gab es nach Angaben des Landratsamtes zwei Todesfälle infolge einer Corona-Infektion zu vermelden. Insgesamt sind der Mitteilung zufolge nun 79 Personen im Landkreis an Corona verstorben. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Dienstag bei 233,2 positiven Tests pro 100000 Einwohnern. Damit ist der Landkreis der am stärksten betroffene Schwabens.

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