Von Ronald Hummel
Wallerstein Die Aktionsreihe „Silber Courage“ zum Thema Altenpflege startete auf Initiative der Fürstin Wilhelmine Alten- und Pflegeheim-Stiftung mit einer Podiumsdiskussion, bei der gewollt Tacheles geredet wurde. Unter den rund 100 Zuhörern in der Wallersteiner Mehrzweckhalle befand sich auch Lioba Fürstin zu Oettingen-Wallerstein. Stiftungsvorstand und Moderator Max-Georg Freiherr von Eltz-Rübenach hatte bewusst Claus Fussek aus der Leitung des ambulanten Pflege- und Beratungsdienstes „Vermittlung in Festanstellung“ (VIF) München eingeladen, der prompt provokative Vorlagen zu einer höchst lebendigen Diskussion lieferte.
So gab er dem evangelischen Nördlinger Dekan Gerhard Wolfermann zwar recht, als dieser die Leistungen der Pflegekräfte lobte und wiedergab, wie oft ihm alte Menschen in Heimen dieses Lob bestätigten. Doch Fussek verwehrte sich gegen das ständige „Totloben“ und verdächtig hohe Zufriedenheitsquoten: „Kein Mensch will im Alter in ein Heim, aber 100 Prozent aller befragten Heiminsassen sind zufrieden. Solche Quoten kenne ich nur noch aus Nordkorea.“
Mehr über die Podiumsdiskussion sowie einen Kommentar zum Thema lesen Sie in den Rieser Nachrichten vom Dienstag.