Auhausen Puh, diese Woche ist unsere Zeitungsente Paula Print schon ganz schön ins Schwitzen gekommen – und zwar beim Besuch des Auhausener Kindergartens „Kleine Oase“. Die evangelische Kindertagesstätte ist seit September ein „Bewegungskindergarten“. Und was das heißt, das erfuhr die neugierige Paula am eigenen Leib.
„Am besten kommst du am Mittwoch oder am Freitagvormittag, da sind wir immer in der Turnhalle auf unseren Bewegungsbaustellen“, hatte Kindergartenleiter Markus Popp Paula am Telefon erklärt. Als Paula gemütlich hereinwatschelte, waren die Kinder schon mitten im Toben. Manche flitzten auf Rollbrettern durch die Halle, andere rutschten auf einer aufgestellten Weichbodenmatte von der Bühne, einige Mädchen balancierten wie auf einer Hängebrücke über Seile, die zwischen den Stangen eines Barrens geknotete waren, andere Buben und Mädchen schwangen sich auf dicken Seilen von einer Bank auf die andere.
Alle hatten einen Riesenspaß, das sah die Zeitungsente den Kindern deutlich an. „Ich bin auf der Jagd“, rief der kleine Jakob ihr zu und stampfte mit einem Stock und einem Seil vorbei. Der fünfjährige Nico hielt mit einem roten Rutschauto vor ihr an und sagte stolz „das ist mein Ferrari, damit flitze ich am liebsten herum.“ Emma und Larissa schwärmten der Zeitungsente vor, wie toll Balancieren und Rollbrett fahren sei.
Doch Paula, die für ihr Leben gerne schaukelt, schielte schon zu den Schwungseilen hinüber und fragte Ludwig, ob sie nicht mitschaukeln könnte. „Klar“, sagte Ludwig und hielt die Zeitungsente gut fest.
„Toll, dass der Kindergarten eine eigene Turnhalle hat“, sagte Paula nach der lustigen Schaukelpartie zu den Erziehern, die auf die Kinder aufpassten. „Die Turnhalle gehört uns nicht, aber seit das Oettinger Gymnasium sie nicht mehr für die Sportstunden braucht, können wir sie tagsüber nutzen“, erklärte Markus Popp. „Wie praktisch“, sagte Paula, „der Kindergarten ist ja auch gleich neben der Turnhalle.“
Staunend beobachtete Paula, wie die Kinder sogar die Kletterstangen am anderen Ende der Halle hinaufkletterten, aber nur bis zur erlaubten Höhe. „Manche kämen vielleicht ganz hinauf, aber das wäre zu gefährlich“, sagte die Erzieherin Edelgard Kaumeier. „Seit September haben die Kinder große Fortschritte gemacht, was ihre Kraft und Geschicklichkeit angeht“, erklärte sie der Zeitungsente und dass die körperliche Fitness auch ganz wichtig sei für die geistige Entwicklung der Kinder.
„Sport macht schlau“, sagte Frau Kaumeier. Das Besondere an den Bewegungsbaustellen sei, dass die Kinder selbst entscheiden könnten, was sie machen wollten und sich auch verschiedene Kleingeräte, wie Reifen oder Bälle selbst holen dürften. „Und wenn wir dann um elf Uhr nach dem Sport zurück in den Kindergarten gehen, dann sind alle Kinder gut drauf und können sich besser konzentrieren“, ergänzte Markus Popp.
Denn natürlich gibt es auch in einem Bewegungskindergarten die gleichen Lernangebote wie in anderen Kindergärten: Projektarbeit oder Arbeitsgruppen für kleine Schauspieler, junge Forscher oder Englischunterricht. (gne)