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Alte Bürg: Welche Erinnerungen die Rieser an das Ausflugsziel haben und was sie sich dort in Zukunft wünschen

Nördlingen

Biergarten, Schulausflug, Tanzlokal: So erinnern sich Rieser an die Alte Bürg

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    Was zukünftig auf der Alten Bürg passieren soll, ist ungewiss.
    Was zukünftig auf der Alten Bürg passieren soll, ist ungewiss. Foto: Jan-Luc Treumann (Archivbild)

    Die Alte Bürg galt viele Jahre lang als beliebtes Ausflugsziel unter den Rieserinnen und Riesern. Seit über zwei Jahren steht sie allerdings leer. Die letzte Pächterin, Tanja Simovic, gab ihr Restaurant in der Alten Bürg zum 31. Dezember 2023 auf. Seitdem ist die Zukunft des einstigen Ausflugsziels ungewiss. Die Stadt Nördlingen führt Verhandlungen mit potentiellen Pächtern darüber, wie es weitergehen soll. Auch Nördlingens Bürgerinnen und Bürger erinnern sich an die Alte Bürg und erzählen unserer Redaktion in einer Bürgerbefragung, was sie sich dort in Zukunft wünschen würden.

    Antje Hartmann aus Nördlingen schwärmt von ihrem 50. Geburtstag, den sie 2019 an diesem beliebten Ausflugsort gefeiert habe. Es habe ein offenes Feuer gegeben, auch von einem Wildgrillbuffet erzählt die Frau. Generell sei auf der Alten Bürg viel Wildfleisch angeboten worden, da die Betreiber eine eigene Jagd besessen hätten. Die Speisekarte, erinnert sich die Nördlingerin, sei zwar klein gewesen, jedoch waren die Gerichte wohl stets frisch und saisonal: „Im Herbst gab es eine ausgezeichnete Kürbiscremesuppe.“ Hartmann erinnere sich an die Brotzeit, die man im Biergarten im Sommer immer genießen konnte. Selbst bei sehr hohen Temperaturen sei es auf der Alten Bürg dank des Waldes schön kühl gewesen, sodass das Ausflugsziel während der heißen Jahreszeit ihr Stammlokal gewesen sei.

    Egal was passiere, „es wird nicht mehr das Gleiche sein,“ beteuert die Nördlingerin. Dabei ginge es wohl auch um die Betreiber, die dem Lokal früher eine familiäre, persönliche Note gegeben hätten. Dennoch wünsche sie sich für die Alte Bürg eine Gastwirtschaft mit einer kleinen, jedoch anständigen Speisekarte mit regionalen Produkten. Sie wolle „kein Wellness- oder Naturkundezentrum sehen, sondern ein ordentliches und gut geführtes Gasthaus“.

    Bürgerbefragung zur Alten Bürg: „Es wird nicht mehr das Gleiche sein.“

    Georg Schneid-Pawkowicz verbindet die Alte Bürg vor allem mit seiner Schulzeit: In der 70er Jahren, als der Wemdinger noch Schüler am Theodor-Heuss-Gymnasium in Nördlingen war, sei sie ein „sehr beliebtes Wandertagsziel“ gewesen. Auf dem Weg dorthin habe man den Wald und die Natur erkundet, dort angekommen dann den Spielplatz besucht, Brotzeit gemacht und Fußball gespielt. Auch während der Zeit im Abitur habe man sich auf der Alten Bürg getroffen: „Dann aber vor allem im Biergarten.“ Später als Erwachsener habe er dann auch hin und wieder die Gaststätte aufgesucht. Dort habe es unter anderem Schweinsbraten und Schnitzel gegeben, doch an das Schaschlik erinnere er sich besonders gut.

    Schneid-Pawkowicz fände es eine „schöne Sache“, würde es auf der Alten Bürg wieder eine Bewirtung geben. Einen Biergarten und ein Wirtshaus könne er sich vorstellen: „Mit normalem, gutbürgerlichem Essen.“ Er lehne Extravaganzen wie eine Sterneküche ab, stattdessen sollen klassische Gerichte sowie Brotzeiten angeboten werden.

    Rieser wünschen sich für die Alte Bürg klassische Bewirtung zurück

    Eine besondere Erinnerung an das Ausflugsziel hat auch Hans-Peter Wolfromm aus Bopfingen: Vor etwa 50 Jahren habe es nämlich neben dem Wirtshaus auf der linken Seite ein Tanzlokal gegeben. „Man hat getanzt und sich vergnügt,“ erzählt der Bopfinger, der früher mit seinen Freunden auf den Mopeds zur Diskothek gefahren sei. Es seien vor allem Schlager gelaufen, wie beispielsweise die Lieder von Roy Black. Gerne habe man auch mal ein Bier getrunken - allerdings nur, wenn man nicht selber fahren musste.

    Ein „normales Wirtshaus“: Das stellt sich der Bopfinger zukünftig für die Alte Bürg vor. Dennoch, räumt er ein, würde die Gastronomie vermutlich ein Problem in der kalten Jahreszeit bekommen, denn dann würden die Besucher fehlen: „In der Sommerzeit ist es schon ok, aber der Winter ist nicht gerade ansehnlich.“

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