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Birkhausen: Erntegottesdienst in Birkhausen: Gemeinsam für eine gute Ernte

Birkhausen

Erntegottesdienst in Birkhausen: Gemeinsam für eine gute Ernte

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    Ein Erntebittgottesdienst hat am Sonntag in Birkhausen stattgefunden. Pfarrer Klaus Haimböck von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Ehringen-Wallerstein (links) und Elke Prügel, LoGo-Chorleiterin Baldingen, spielen und singen ein Lied vor dem Weizenfeld.
    Ein Erntebittgottesdienst hat am Sonntag in Birkhausen stattgefunden. Pfarrer Klaus Haimböck von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Ehringen-Wallerstein (links) und Elke Prügel, LoGo-Chorleiterin Baldingen, spielen und singen ein Lied vor dem Weizenfeld. Foto: Helga Egetenmeier

    Um die 100 Personen haben sich am Sonntagvormittag in der Fasanerie Birkhausen eingefunden, um an einem Kooperations-Erntebittgottesdienst teilzunehmen. Dazu begrüßte Pfarrer Klaus Haimböck von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Ehringen-Wallerstein auch die Teilnehmenden aus der Pfarrei Nähermemmingen-Baldingen mit Holheim. Gemeinsam mit Dunja und Karlheinz Götz, Kreisobmann des Kreisverbandes Donau-Ries im bayerischen Bauernverband, ging es von deren landwirtschaftlichem Betrieb hinaus ins Feld, um an fünf Stationen um eine gute Ernte zu bitten.

    Pfarrer Haimböck erwähnte an der ersten Station die Nöte der Landwirtschaft und fragte nach deren Verhältnis zum Verbraucher. Der Posaunenchor Ehringen stimmte unter Leitung von Susanne Ulrich das Lied "Die Erde ist schön, es liebt sie der Herr" an. Anschließend informierte Götz über die Zuckerrübe, die früh im Jahr gesät und spät geerntet werde. Er erklärte, dass auf einem Hektar rund 100.000 Pflanzen wachsen und dass über die Blätter der Rübe viel CO₂ gebunden werde.

    Deshalb gedeihen Kartoffeln im Riesbecken besonders gut

    Weiter ging es zur zweiten Station, einem Kartoffelfeld. Dort erklärte Karlheinz Götz den Anbau und das Wachstum dieser Hackfrucht. Er verwies auch auf die lösslehmhaltige Erde, die viel Wasser speichern könne, weshalb die Pflanzen im Riesbecken besonders gut gedeihen. Nach dem Schöpfungspsalm begleitete der Pfarrer zusammen mit Elke Prügel, LoGo-Chorleiterin Baldingen, das Lied "Wir pflügen und wir streuen" auf der Gitarre.

    Was hinter dem Namen Fasanerie steckt, erklärte Dunja Götz an der dritten Station. Einst befand sich hier, in einem Eichenwald, eine Fasanenzucht des Grafen von Oettingen-Wallerstein. Der Wald wurde bis auf einen Baum, der nun unter Naturschutz steht, in den 1870er-Jahren abgeholzt und für den Schiffbau nach England verkauft. Der heutige landwirtschaftliche Betrieb gehört in der dritten Generation der Familie Götz.

    Das hat es mit einer C4-Pflanze auf sich

    Anschließend zeigte Karlheinz Götz auf das angrenzende Feld mit Mais und erklärte, dass dies eine C4-Pflanze sei. Das bedeute, dass sie unter Hitze-Bedingungen Photosynthese betreiben und deshalb effektiv CO₂ binden könne. Nach einem Gebet und dem Lied "Laudato si" ging es weiter zur vierten Station. Dort begrüßte Götz seinen Kollegen Friedrich Weng aus Nähermemmingen, der den Anbau von Winterweizen erklärte. Dann ergriff Götz das Wort und kritisierte die Vorschrift, vier Prozent der Ackerflächen stillzulegen und eine Fruchtfolge einzuhalten als unpassend angesichts der aktuellen globalen Hungersnot. Anschließend sangen die Teilnehmenden "Geh aus mein Herz, und suche Freud".

    Zurück am Hof verwies Pfarrer Haimböck auf Psalm 121 mit den Worten, die Hilfe komme von dem, der Himmel und Erde gemacht habe. Im Erntebittgebet dankte er für die Ernte des vergangenen und bat für die Früchte des neuen Jahres. Der Gottesdienst endete mit dem Lied "Nun danket alle Gott", gefolgt von dem "Vaterunser". Danach gab es in der Halle der Familie Götz vom Kirchenvorstand vorbereitetes Essen und Getränke.

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