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Fremdingen: Fremdinger Grundschule wird auf den Energie-Standard gebracht

Fremdingen

Fremdinger Grundschule wird auf den Energie-Standard gebracht

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    Noch in diesem Jahr soll mit der energetischen Sanierung der Fremdinger Grundschule begonnen werden.
    Noch in diesem Jahr soll mit der energetischen Sanierung der Fremdinger Grundschule begonnen werden. Foto: Gemeinde Fremdingen

    Rund 2,1 Millionen Euro will die Gemeinde Fremdingen in diesem Jahr in verschiedene Infrastrukturmaßnahmen investieren. Mit der energetischen Sanierung des Grundschulgebäudes und der Umstellung auf LED-Lampen bei der Straßenbeleuchtung trägt die Nordrieskommune ihren Teil zum Klimaschutz bei. 

    Insgesamt umfasst das vom Gemeinderat einstimmig verabschiedete Zahlenwerk 6,5 Millionen Euro. Der Verwaltungsanteil liegt bei 4,4 Millionen. Dieser listet bekanntlich die laufenden Einnahmen und Ausgaben während des Jahres auf. 

    Hohe Energiepreise und steigende Personalaufwendungen prägen Haushalt

    Aufgrund der schwieriger gewordenen Rahmenbedingungen kann die Kommune nicht mehr wie gewohnt aus dem Vollen schöpfen. Die hohen Energiepreise, die steigenden Personalaufwendungen und weniger Zuweisungen vom Staat sorgen im Rathaus für eine gewisse Ernüchterung – nicht zuletzt mit Blick auf die künftigen Jahre. 

    Bürgermeister Frank Merkt sprach von einem „weinenden Auge“, wenn er die diesjährigen Zahlen betrachte. Heuer und im kommenden Jahr werde es die Gemeinde „voll erwischen“, was unter anderem daran liege, dass die starken Einnahmejahre 2021 und 2022 die geringeren Zuweisungen aus München bedingten. Gleichzeitig stiegen die Kreisumlage und die Personalkosten. Zudem seien die Strompreise „durch die Decke geschossen“, erklärte Merkt die aktuelle Situation. Doch damit nicht genug: Auch für die Gewerbesteuer müsse weit weniger veranschlagt werden. Nach sehr guten Ergebnissen in den Vorjahren gebe es in diesem Bereich eine regelrechte „Kehrtwende“. Zum Ausdruck komme die angespannte Situation im Verwaltungshaushalt durch einen nur geringen Überschuss von 48.000 Euro als Zuführungsrate.

    Gemeinde profitiert vom hohen Rücklagenkonto

    Besser sieht es dem Bürgermeister zufolge im Vermögensteil aus, der die Kostenansätze für die geplanten Investitionen enthält. Die Gemeinde zehre hier noch von den positiven Vorjahresergebnissen und einem gut gefüllten Rücklagenkonto (1,76 Millionen Euro Ende 2022). Davon würden rund 1,3 Millionen Euro für die Investitionen verwendet, die sich bei insgesamt 2,1 Millionen Euro bewegten. Mit der Rücklagenentnahme, der Zuführungsrate plus der staatlichen Zuweisungen sowie verschiedener Fördermaßnahmen werde das Zahlenwerk größtenteils finanziert. Eine Kreditaufnahme sei nicht erforderlich. 

    Als die wichtigsten Investitionsschwerpunkte nannte Merkt die Restabwicklung des neuen Radweges zwischen Schopflohe und Hausen, der Kauf eines Baggers für den Bauhof, die Sanierung von Feldwegen, die energetische Sanierung der Grundschule sowie die LED-Umstellung.

    Insgesamt, so das Fazit des Rathauschefs, stehe Fremdingen finanziell vor schwierigen Jahren, die auch Kreditaufnahmen erforderlich machen könnten. Es gelte deshalb, die Ausgaben auf den Prüfstand zu stellen und die Einnahmen dem Bedarf anzupassen. Möglicherweise müsse man sich künftig von manch „Liebgewonnenem, aber nicht Notwendigem“ verabschieden. 

    Steuern werden nicht erhöht

    Noch einige Eckpunkte des Haushalts bei den Einnahmen (in Klammern die Vorjahresergebnisse): Einkommensteueranteil 1,256 Millionen Euro (1,248 Millionen), Schlüsselzuweisungen 535.468 Millionen Euro (636.828 Millionen), Gewerbesteuer 470.000 Euro (1,248 Millionen). Ausgaben: Kreisumlage 1,314 Millionen Euro (1,107 Millionen), Personal 1,625 Millionen Euro (1,502 Millionen), Stromkosten 125.000 Euro (46.140 Euro). Unverändert bleiben die Hebesätze für die Grund- und Gewerbesteuer.

    Fremdingen zählt 2152 Einwohner (Stand 31. Dezember 2022) inklusive der fünf Ortsteile Hausen, Herblingen, Hochaltingen, Schopflohe und Seglohe. 

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